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      <marc:subfield code="a">Die unglaubliche Geschichte der Tracy Baker</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="c">Jacqueline Wilson. Zeichnungen von Nick Sharratt</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Hamburg</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Elisabeth Wildberger; #Annotation: Nachdenklich stimmende Kinderbiografie, die - trotz lockerem Erzählton -  die schwere Lebenssituation der 10-jährigen Tracy transparent macht, mit deutlich positiven Impulsen zugleich aber auch nicht in Hoffnungslosigkeit abrutscht.#Rezension: Tracys "Heimkarriere" - in früher Kindheit begonnen und lediglich durch vorwiegend negative Erfahrungen bei zwei Pflegefamilien unterbrochen - hat zu Verhaltensauffälligkeiten, Aggressivität, zu einer verzerrten Wahrnehmung der Wirklichkeit geführt, mit der nicht nur ihre Umgebung, sondern auch sie selbst schwer zurecht kommt. In der dynamisch schwierigen Heimgruppe gilt Tracy als "toughe" Einzelkämpferin, die ihre Probleme mit allen Mitteln kontrollieren bzw. verbergen will. Doch der Respekt vor ihr gründet sich vornehmlich auf Angst, weil Tracy schon mal wild um sich schlägt, wenn's nicht nach ihrem Kopf geht oder wenn jemand die Existenz ihrer Mutter (die in Tracys Imagination bereits zur schönen, berühmten, reichen Hollywood-Schauspielerin geworden ist) anzweifelt. Im Schreiben ihrer "Biografie" findet Tracy einen einigermaßen brauchbaren Weg, innere Spannungen und äußere Ausbrüche zumindest vage zu benennen und damit ein wenig zu kanalisieren. Ihre Ungeduld und Unberechenbarkeit resultieren aus bitteren Erfahrungen und offenen Sehnsüchten. Tracy möchte Kontakte aufbauen, hat aber zugleich Angst vor abermaligen Enttäuschungen. So lässt sie kaum jemanden an sich heran, reagiert oft unerwartet heftig und abwehrend. Der bewusst lässige Erzählton - dominiert von dick aufgetragenen Scherzen und vordergründiger Sprödigkeit - erscheint für ein Schicksal wie dieses zunächst diskrepant, erfordert vor allem ein "zwischen den Zeilen lesen", das Gespür, herauszufiltern, was hinter Tracys cooler Maske eigentlich abläuft. Denn die ist offensichtlich zu ihrer (Über)Lebensstrategie geworden - trotzdem schwingen ihre Traurigkeit, Einsamkeit, Verlustängste beständig mit. Die Überhöhung ins Komische kann letztendlich nicht nur nicht über ihre tatsächliche Befindlichkeit hinwegtäuschen, zumal Tracy trotz Realitätsdiffusion einen gewissen Grad an Selbstreflexion aufweist und ab und an auch Erwachsenensicht "zitiert", sondern verweist gerade in seiner Übersteigerung auf die schweren emotionalen Defizite und macht damit die Härte einer kindlichen Existenz nachvollziehbar.## ---- #Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Sabine Herbst; #Tracy, selbstbewusst, verwirrt und kreativ, erzählt von ihrem Leben im Kinderheim. (ab 11) (JE)##Die Geschichte der Tracy Baker ist wahrlich unglaublich! Die Zehnjährige verfasst ihre Autobiografie pfiffig und frech und verarbeitet so ihre Vergangenheit, ihre Träume und Lügen, ihre Zukunftspläne. Mit viel Augenzwinkern und Humor wird ein Leben lebendig, das alles andere als lustig ist. Sie, ein ungewolltes und kompliziert gewordenes Kind, erträgt den Alltag durch ihren Sarkasmus und ihre Illusionen leichter. Freien Lauf lässt Tracy ihren Aggressionen, ihre Streiche sind voll Fantasie, ihre Boshaftigkeit ist ausgekocht. Niemand kann Tracy etwas vormachen. Die Einzige, die auf ihre Lügen hereinfällt, ist sie selber. Die größte Lüge: ihre hochstilisierte Mutter, die immer wieder in ihren Wunsch- und Alpträumen vorkommt, sich im wirklichen Leben aber schon längst verabschiedet hat. Eines Tages beginnt sich Tracys Situation zu ändern: Eine Autorin besucht das Kinderheim, und Tracy freundet sich mit ihr an, ist sie ja selber eine Schriftstellerin und somit Kollegin.#Begleitet und regelrecht verstärkt wird der Roman von zahlreichen Illustrationen, äußerst lebendig und humorvoll. Auch sie verleihen dem eigentlichen Ernst der Sache eine Leichtigkeit. Und gerade diese ist es, die auch ein wenig verwirrt. Aber vielleicht lässt sich Themen dieser Art eher begegnen, wenn sie eine Spur übertriebener Ironie aufweisen.</marc:subfield>
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