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      <marc:subfield code="a">Das Haus in der Rothschildallee</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Berührende Familiengeschichte vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges. (DR)      Stefanie Zweigs neuester Roman spielt an einem autobiografisch bedeutendem Ort - seit der Rückkehr der Familie Zweig aus Kenia im Jahre 1947 lebt die Autorin selbst in einem Haus in der Rothschildallee in Frankfurt. Im vorliegenden Buch schildert sie die Lebensgeschichte des jüdischen Unternehmers Johann Isidor Sternberg, seiner gebildeten und kulturell aufgeschlossenen Frau Betsy und seiner vier Kinder. Der Erwerb des Hauses in dem guten Wohnviertel in Frankfurt symbolisiert den gesellschaftlichen und sozialen Aufstieg des assimilierten Juden Sternberg. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gerät die vermeintliche großbürgerliche Idylle allerdings stark ins Wanken: Der älteste Sohn Otto, ein in sich gekehrter junger Mann, der sich von den Eltern missverstanden fühlt, zieht als Freiwilliger in den Krieg und lässt für das Vaterland sein Leben am Schlachtfeld. Nach Ausrufung der Judenzählung unter den Soldaten und der stetigen Zunahme antisemitischer Ereignisse entdeckt Sternberg seinen Irrtum, als Jude eine Chance auf vollständige Integration in die deutsche Gesellschaft zu haben. Durch die schmerzhafte Aufarbeitung des zu frühen Verlustes des Sohnes und die Annäherung an die anderen, bisher aus Zeitgründen wenig beachteten Kinder finden Sternberg und seine Frau wieder zueinander und entwickeln allmählich ein neues Bewusstsein für ihre jüdischen Wurzeln und Traditionen.  Zweig hat seit Jahren durch zahlreiche Romane einen fixen Platz auf den Bestsellerlisten. Im aktuellen Buch bietet sie in gewohnt dezenter Sprache und mittels gekonnt gezeichneter Charaktere einen Einblick in diese historisch wechselreiche Zeit Deutschlands und schildert das Aufbrechen religiöser und politischer Spannungen, die rund zwanzig Jahre später ihren tragischen Höhepunkt finden werden.   *bn* Barbara Tumfart</marc:subfield>
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