Der Hühnerdieb

Bezeichnung Wert
Titel
Der Hühnerdieb
Verfasserangabe
Rodriguez, Béatrice
Medienart
Sprache
Person
Auflage
10. Aufl.
Verlag
Ort
Wuppertal
Jahr
Umfang
[12] Bl.
ISBN10
3-7795-0202-X
ISBN13
978-3-7795-0202-9
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Katharina Reiter; Im strohgedeckten Häuschen, umgeben von grüner Wiese, wohnen Bär, Hase und Hahn und eine grüne Gartengarnitur lädt zum Frühstück ein. Wer genau schaut, kann aber bereits entdecken, dass diese Idylle, die entfernt an das humorvolle Zusammenleben von Helme Heines drei Freunden erinnert, vermutlich nicht von Dauer sein wird. Denn hinter den hohen Grashalmen lauert schon der Fuchs und hat es ganz offensichtlich auf eines der drei Hühner abgesehen. Wer dieses Detail entdeckt hat, wird die weiteren mehr als 20 Seiten unterhaltsam und spannend finden. Denn auch hier wird er voll und ganz auf seinen Sehsinn und die Interpretation des Gesehenen angewiesen sein. Die Autorin verrät uns nämlich - abgesehen vom Titel - mit keinem Wort, worum es in ihrer Geschichte geht, und erzählt dennoch, oder gerade dadurch, besonders berührend von Wut und Verzweiflung, Liebe und Freundschaft, Versöhnung und Akzeptanz. Wie vermutet, stiehlt der lauernde Fuchs eines der Hühner und eilt damit davon. Wutentbrannt stürzen ihm Bär, Hase und Hahn nach - und nun beginnt eine sich über die restlichen Doppelseiten erstreckende Verfolgungsjagd, in der bei Nacht und Tag der Fuchs stets seinen Vorsprung halten kann. In Gestik und Mimik der Verfolger zeichnet sich nach anfänglicher Wut Erschöpfung ab. Aber auch der Fuchs und sein Opfer machen eine Wandlung durch. Was als Entführung begonnen hat, entwickelt sich nach und nach zu einer Partnerschaft, die sich am Ende, und das ist die große Überraschung, als die Verfolger die Verfolgten endlich eingeholt haben, als große Liebe entpuppt. Und was tun die drei Freunde? Bär, Hase und Hahn reagieren mit Betroffenheit, Kichern und Entsetzen, akzeptieren das Unerwartete aber schlussendlich. Und uns bleibt ein romantisches Bild mit einsamem Meeresstrand, auf dem eng umschlungen Fuchs und Henne ihren davonrudernden Freunden nachwinken. ---- Quelle: Unsere Kinder (http://www.unserekinder.at/); Autor: Gabi Herland; Warum Füchse Hühner stehlen, das weiß doch jeder. Oder? Das scheinen auch Bär, Hase und Hahn zu wissen, vor deren Augen die Missetat geschieht. An einem prächtigen Sommermorgen holt sich der Fuchs ein weißes Huhn aus ihrem Vorgarten. Sofort nehmen sie die Verfolgung auf: Sie klettern auf Bergkuppen, begeben sich in unterirdische Gänge, durchschwimmen Flüsse und durchforsten praktisch jeden Winkel. Das raubt ihnen ihre Kräfte und beinahe auch den Mut, weil sie nicht wissen, was die Betrachterinnen schon lange durchschaut haben: Der Fuchs will das Huhn nicht fressen, er will es als Freundin gewinnen. Beatrice Rodriguez schuf ein Bilderbuch im reinsten Sinn - es besteht nur aus Bildern - bezaubernden, doppelseitigen Bildern. Immer wieder versteht es die Illustratorin Frottagen in ihre stimmungsvollen und farbintensiven Aquarelle einzubauen und damit Wirkung und Spannung zu erhöhen. Die Tiere ähneln Comicfiguren mit teilweise recht menschennahen Zügen, denen die Stimmung immer wieder "ins Gesicht geschrieben" steht. Reiche Mimik und ausgeprägte Körpersprache helfen beim Sprechen zu den Bildern, beim Erzählen und durch die Geschichte führen. Man kann es nicht glauben, dass der Fuchs nichts Unrechtes im Schilde führt, man fiebert mit den anderen mit und ist zum Schluss erleichtert, dass man doch eines Besseren belehrt wurde. Eine interessante Herausforderung für sprachgewandte VermittlerInnen und Kinder.
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band
Illustrationsangaben
nur Ill.
Antolin Antolin Klasse: 2 Zum Antolin Quiz