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      <marc:subfield code="a">Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); &#xD;
Autor: Pia Lackner; &#xD;
Der Tod eines geliebten Menschen verändert alles. Doch was passiert, wenn man herausfindet, dass dieser Mensch große Geheimnisse hatte? Gefährliche Geheimnisse (DR)&#xD;
Die Gewandmeisterin Joana Grice und ihre Tochter Vera müssen im verschneiten London des Jahres 1947 den geliebten Ehemann und Vater zu Grabe tragen. Charlie Grice, genannt Gricey, war ein erfolgreicher Theaterschauspieler und sehr beliebt. Sein plötzlicher Tod wirft Joana und Vera völlig aus der Bahn und lässt sie beinahe verzweifeln. Auf einer Abschiedsvorstellung zu Ehren von Gricey lernt Joana den Schauspieler Frank Stone kennen, welcher die Rolle ihres Mannes spielt. Dieser Mann verkörpert Shakespeares Malvolio exakt so wie es Gricey getan hat und fasziniert Joana ungemein. Sie trifft sich einige Male mit ihm und kommt ihm dabei näher.&#xD;
Ihre Tochter fühlt sich dagegen von ihrem eigenen Ehemann betrogen, der eine geflohene Deutsche in ihrem Haus aufgenommen hat. Deshalb verlässt sie ihn und kehrt zu ihrer Mutter zurück. Die beiden Frauen unterstützen sich gegenseitig, bis Joana etwas im Schrank ihres Mannes findet, was sie dort nicht erwartet hat. Der Mann, den sie geliebt hat, erscheint ihr nun fremd und sie ist bestürzt, dass er Geheimnisse vor ihr hatte, welche vielleicht zu seinem Tod führten. Diese Geheimnisse bringen nun auch Joana in Gefahr, denn sie muss sich entscheiden, ob sie für ihre Überzeugungen kämpfen oder die Augen vor der Wahrheit verschließen möchte.&#xD;
Patrick McGrath gelingt es, mit diesem Roman das London der Nachkriegszeit sehr anschaulich darzustellen und die gesellschaftlichen Probleme nach außen zu kehren. Mit diesen Problemen muss sich nun auch die Protagonistin Joana auseinandersetzen, nachdem ihr Mann gestorben ist. Joana wird als starke Frau charakterisiert und zugleich wird ihr Trauerprozess sehr tiefgehend und nachvollziehbar beschrieben. Die Storyline ist stringent und hält einige Überraschungen bereit. Der Schreibstil ist allerdings für geübte Leser_innen ausgelegt, da er etwas sprunghaft ist und die Gespräche der Protagonisten eine Mischung aus der Gedankenwelt von Joana und den wörtlichen Reden ihrer Gesprächspartner sind. Dies kann vor allem anfangs zu Schwierigkeiten führen. Die Leser_innen müssen sich bewusst sein, dass es sich sowohl beim Thema, als auch beim Stil des Buches um anspruchsvolle Literatur handelt.&#xD;
Ein lesenswerter Roman mit Tiefgang und kritischem Zugang zu den gesellschaftlichen Problemen im London von 1947.</marc:subfield>
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