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Pepper

Bezeichnung Wert
Titel
Pepper
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Nils Mohl
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Frankfurt am Main
Jahr
Umfang
270 Seiten
ISBN13
978-3-7571-0193-0
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Josef Mitschan; #Eine 17-Jährige zieht heimlich in die WG ihres Vaters, der von ihrer Existenz nichts weiß. (ab 14) (JE)#Peppers Mutter verweigert dem bohrend nachfragenden Kind jede Information über seinen Vater, aber zum 17. Geburtstag verrät sie zumindest seinen Namen. Es stellt sich heraus, dass Uli der Frontmann einer Rockband war und in einer WG mit seinen Bandkollegen wohnt. Zufällig wird dort gerade ein freies Zimmer vergeben, als Pepper auftaucht. Sie schafft es, das Zimmer zu bekommen, ohne ihre Identität und Motivation preiszugeben. Sie will ihren Vater ohne Tochter-Bonus kennenlernen und endlich erfahren, wer er ist. Dann stellt sich heraus, dass Uli sterbenskrank ist und beschlossen hat, Suizid zu begehen.#Wie schon in Nils Mohls Vorgängerroman »Engel der letzten Nacht«, der im Layout ganz ähnlich gestaltet ist, spielen die Stadt Hamburg und das Feiern als Initiationsritual für das Erwachsenwerden eine zentrale Rolle in der Geschichte, die aus der Perspektive der Titelheldin erzählt wird. Während im »Engel-Buch« Kesters Eltern eine untergeordnete Rolle spielen, ist Pepper besessen davon, alles über ihren Vater zu erfahren. Nils Mohl dichtet ihm eine verblichene Karriere als Songwriter und Sänger an, mit RocknRoll im Blut und einer arroganten Coolness als hervorstechendstem Charakterzug. Pepper ist eine Musterschülerin, die nie ohne Notizbuch unterwegs ist und immer schon starken Willen gezeigt hat. Allerdings ist ihr als introvertierte Tochter einer Politikerin, deren Privatleben ruhig und zurückgezogen sein soll, die Lust am Partymachen fremd.#Wer Nils Mohl mag, Hamburg kennt und eine Hommage an die Hamburger Schule der Popgeschichte verträgt, wird mit dem Buch viel Freude haben. Ein schönes Dutzend Nebenfiguren sind gut charakterisiert und geben vielen Szenen mit präzisen Dialogen eine sympathische Authentizität. Die Geschichte wirkt gleichzeitig völlig konstruiert und total glaubwürdig. Das macht Spaß und lässt auf eine Verfilmung hoffen, denn die fiktiven Songs von »Kimme und Popcorn« sind mehr als Kapitelüberschriften in einem Jugendroman. Sie verdienen es, in einem coolen Hamburg-Film der Soundtrack zu sein.#Nils Mohls witzige, an Anspielungen reiche Art, Geschichten rund um existenzielle Themen wie Vaterlosigkeit oder Selbstmordabsichten zu bauen, ist Jugendliteratur auf höchstem Niveau und gehört breit angeboten.