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Die Spiele der Unsterblichen

Bezeichnung Wert
Titel
Die Spiele der Unsterblichen
Verfasserangabe
Annaliese Avery
Medienart
Person
Verlag
Ort
Bindlach
Jahr
Umfang
372 Seiten
ISBN10
3-7432-1327-3
ISBN13
978-3-7432-1327-2
Annotation
Ein göttlicher Wettkampf mit Licht und Schatten (ab 13) (JE) In »Die Spiele der Unsterblichen« von Annaliese Avery steht die 16-jährige Ara im Mittelpunkt, die seit dem Tod ihrer Schwester Estella nur ein Ziel kennt: Rache. Estella starb bei einem brutalen Turnier der Götter, und Ara trainiert seither unermüdlich, um selbst daran teilzunehmen und Vergeltung zu üben. Doch nicht Zeus, sondern ausgerechnet Hades wählt sie aus – der Gott der Unterwelt, der eigentlich nicht für Mitgefühl bekannt ist. Diese Begegnung bringt Aras Weltbild ins Wanken. Zwischen gefährlichen Aufgaben, göttlichen Machtspielen und widersprüchlichen Gefühlen zu Hades wie auch ihrem alten Schwarm Theron muss sie sich fragen, ob ihr Racheziel wirklich alles ist, was zählt. Die Grundidee – ein tödliches Turnier unter den Augen der olympischen Götter, verwoben mit einer persönlichen Geschichte voller Schmerz, Hoffnung und innerem Wandel – ist reizvoll. Der Roman erinnert an eine Mischung aus »Percy Jackson« und »Die Tribute von Panem«. Besonders Aras innerer Konflikt wird glaubwürdig geschildert, was auch an der Ich-Perspektive liegt, die den emotionalen Zugang erleichtert. Hades wird überraschend sanft und nachdenklich gezeichnet und hebt sich von vielen klischeehaften Darstellungen ab. Allerdings fehlt der Handlung an manchen Stellen die erzählerische Tiefe. Das Tempo schwankt, manche Passagen wirken überfrachtet oder stilistisch zu schlicht. Die romantische Beziehung zwischen Ara und Hades entwickelt sich recht sprunghaft und bleibt emotional oberflächlich. Auch Nebenfiguren bleiben blass, was die emotionale Wirkung mancher Szenen schmälert. Die Prüfungen, die Ara bestehen muss, tragen zwar zur Atmosphäre bei, entwickeln aber wenig dramatische Spannung. Das Ende bleibt offen. Der Roman richtet sich vor allem an jüngere Leser*innen ab etwa 13 Jahren, die Freude an mythologischen Welten, starken weiblichen Figuren und leichten romantischen Motiven haben. Wer nach erzählerischer Tiefe oder komplexer Figurenzeichnung sucht, könnte enttäuscht werden.
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