Öffentliche Bibliothek - Ludothek St.Vitalis Salzburg

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Weil da war etwas im Wasser

Bezeichnung Wert
Titel
Weil da war etwas im Wasser
Untertitel
Roman
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-7117-2137-2
Annotation
Faszinierender Debüt-Roman über das geheimnisvolle Leben eines Riesenkraken. (DR) Luca Kiesers Debütroman verdiente zurecht einen Platz auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2023. Das ästhetische Cover, welches die Arme eines Riesentintenfisches zeigt, und der klimaneutrale Druck sind nur die vordergründigen Aspekte, durch die der Roman besticht. Die erzählerische Technik, verschiedene Arme der Riesenkalmarin abwechselnd sprechen zu lassen, verleiht dem Werk Tiefe. Jeder Arm hat einen eigenen Charakter und schildert das Leben als Seeungeheuer. Da spricht ein süßer Arm, ein blendender Arm, ein halber Arm, ein hehrer Arm und sogar ein eingebildeter Arm, der der Kalmarin bei der Begegnung mit einem französischen Kriegsschiff des frühen 19. Jahrhunderts verlorenging und doch noch zu ihr gehört. Die Arme erzählen nicht nur vom andersartigen Leben in der Tiefsee, sondern auch von einer Familiengeschichte über Generationen. Diese beginnt bei einem spanisch-jüdischen Matrosen im Jahr 1829, der sich auf eben jenem Kriegsschiff befand, das für den Verlust des Tintenfischarms verantwortlich war. Diese Begegnung löste eine lebenslange Furcht vor dem Wasser bei dem Matrosen aus. Die Geschichte setzt sich fort mit seinen Nachfahren in Luxemburg und Deutschland, denen die unbestimmte Angst vor dem Meer vererbt wurde, bis hin zur 2000 geborenen Sanja Sanz. Sanja rettet während eines Praktikums in der Antarktis die Riesenkalmarin vor der wissenschaftlichen Forschung. Nebenbei lernen die Leser*innen diverse von Riesenkraken faszinierte Autoren kennen. Der Roman ist faszinierend, teilweise verwirrend, voller Querverweise und eine Herausforderung für Leser*innen. Dabei bleibt er durchgehend spannend in der Abwechslung zwischen der Tiefsee und der Welt der Menschen. Empfehlenswert für literarisch und ökologisch interessierte Leser*innen!