Arbeiterbücherei Wasenbruck – Zweigstelle Stadtbücherei Mannersdorf
Kontakt und Öffnungszeiten Mit einer PartnerbibliothekFeenstaub
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Feenstaub
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Cornelia Travnicek
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Wien
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| Jahr | |
| Umfang |
277 S.
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| ISBN13 |
978-3-7117-2090-0
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| Annotation |
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Daniela A. Frickel; #Moderne Märchen sind anders. Sie müssen keinem einfachen Schema folgen und stereotype Figurenzeichnungen übernehmen. Aber die Bedrohung, das Böse ist auch hier latent gegeben und damit die Herausforderung für jugendliche Helden. Aber wie soll das gelingen, wenn man wie Pedru als elternloser Junge an einen skrupellosen Zuhälter übergeben wurde, um mit Diebstählen die Medikamente für die schwerkranke Großmutter zu finanzieren?#Pedru arbeitet zusammen mit Cheta und Magare für Krakadzil (ggf. eine Anspielung auf den Drogenabhängigkeit thematisierenden Rap Krakadil von Olexesh). Der angsteinflößende Charakter des Zuhälters ist seinem Namen eingeschrieben. Ein Krokodil eben, das die Jungen nicht am Nil, sondern auf einer Insel, die im Flussbett einer Stadt liegt, quasi gefangen hält. Nicht mit Fesseln, sondern mit seiner Macht gegenüber ihrer Ohnmacht und mit Feenstaub. Dass es sich dabei nicht um einen süßen Stoff der Märchenwelt, sondern um bittere Drogen handelt, die die Wahrnehmung der Jungen über ihre elendige Situation trüben, vor allem aber abhängig machen sollen, dämmert dem Leser/der Leserin, wenn sie sich erst einmal auf die märchenhaft beschriebene Welt elternloser, verlassener, vernachlässigter, gehandelter, vielleicht geflüchteter Kinder und Jugendlicher eingelassen hat.#Der Ich-Erzähler Petru beschreibt seine raumzeitliche Lage so: Die Stadt hat zwei Ufer an einem großen Fluss. Was dazwischen liegt, interessiert niemanden. Unsere Insel ist das Niemandsland. Hier vergeht die Zeit langsamer, oder an den Stadtufern schneller, je nachdem, wie man es sieht. Es heißt, alle Kinder würden eines Tages das Niemandsland verlassen. Dann, wenn sie erwachsen sind. Aber ein Kind nicht. Ich. Ich weigere mich, erwachsen zu werden.#Warum sich Petru weigert, ist bald klar mit jungen Männern könnte Krakadzil noch mehr Geld machen, eine Drohung, die über ihrer aller Existenz schwebt. Und dass die Zeit langsamer vergeht, verdeutlicht auch die anfangs nahezu achron erscheinende Darstellung von Momenten aus Pedrus Alltag, Splitter, manchmal nur wenige Sätze, nur ein Satz für ein trauriges Mosaik, was der Erzählung einen besonderen Rhythmus verleiht, Zeit gibt, sich jede Impression genau anzusehen, Innezuhalten und mit Pedru auf das zu warten, was als nächstes folgt.#Dynamisiert wird die Handlung durch die Begegnung mit einem Mädchen, das gerade eine Schule verlässt, ein Zusammenstoß, ein Zufall, der Pedru keine Ruhe lässt. Er verfolgt sie und obwohl er nicht in ihrer Sprache zu Hause ist, gelingt es ihm, ihren Namen und schließlich auch Zugang zu ihrem gutsituierten Zuhause zu erhalten. Marja findet allmählich Interesse an ihm. Warum er kein Handy habe? Sie entdeckt bald, dass ihm nicht nur die Sprache, dass ihm auch Lese- und Schreibfähigkeiten fehlen. Marja bringt es ihm bei, bei ihr Zuhause findet Pedru eine kleine Zuflucht, während auf der Insel ein neuer Junge auf seine Eingewöhnung wartet, sich die Ereignisse überschlagen und Pedru plötzlich eine Pistole in der Hand hat.#Moderne Märchen sind anders. Sie müssen auch nicht eindeutig gut ausgehen. Zwar stehen die anderen Jungen an Pedrus Seite, als er abgeführt wird, und Marjas Familie setzt sich für ihn ein. Kann aber nicht verhindern, dass er abgeschoben wird und in eine ungewisse Zukunft aufbricht. Cornelia Travnicek hat einen märchenhaften, poetisch hochkarätigen Roman komponiert, der in einer phantastischen Illusion die nackte Realität von Kinderhandel und Ausbeutung ans Licht bringt, aber auch das Entwicklungspotential zur Abhängigkeit konditionierter Kinder zeigt.## ---- #Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Sandra Brugger; #Eine Insel der "Verlorenen Jungs" im 21. Jahrhundert. (ab 14) (DR)#Wofür steht der "Feenstaub" in Cornelia Travniceks märchenhaft-tragischem Roman über eine unsichtbare, von Nebel umhüllte Insel mitten im Großstadtgetümmel? Anfangs drei, später vier Jungen werden vom gewaltbereiten, gierigen "Krakadzil" an diesem mysteriösen Ort zu Taschendieben ausgebildet und ausgebeutet. Im Großen und Ganzen sind sie auf sich alleine gestellt. Die Herausforderungen des Alltags auf dieser kargen Insel, das Fehlen familiärer Bindungen, Kriminalität und Sexualität spielen dabei eine große Rolle. Die drei Hauptcharaktere Petru, Cheta und Magare könnten verschiedener nicht sein und doch eint sie die Sehnsucht nach einem besseren Leben, nach Wärme. Als sich der sensible Petru in ein Mädchen aus der Stadt verliebt und der kleine unschuldige Luca als Vierter zu ihnen stößt, verändert sich das Leben auf der Insel. Gewohnte Strukturen werden in Frage gestellt und unerwartete Loyalität tritt zutage.#Travniceks kurzweiliger Text arbeitet mit märchenhaften, dystopischen und gleichermaßen aktuell-realistischen Elementen. Sie erzählt ihre Geschichte in mehr oder weniger losen, kurzen Sequenzen, die durch den Plot miteinander in Beziehung stehen. In diesem Spannungsfeld entstehen interessante Bilder, teils verträumt und hoffnungsvoll, teils brutal und zermürbend. Die Lektüre gestaltet sich weit weniger leichtfüßig, als der Titel vermuten lässt, ist aber in jedem Fall lohnenswert. Mit dem Erwachsenwerden als einem zentralen Motiv spricht dieser Roman sicher auch eine jüngere Leserschaft an.## ---- #Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); #Seitenweise 2020#Petru, Chetra und Magare leben auf einer Insel. Sie haben kein festes Zuhause, keinen geordneten Tagesablauf, keine Familie. Im Getummel der Großstadt bedienen sie sich an dem Reichtum derer, die mehr als genug haben. Abliefern müssen sie das Erbeutete bei dem skrupellosen und brutalen Krakadzil. In ihrem dritten Roman rekurriert die österreichische Autorin auf Peter Pan und verknüpft dabei zeitlose Märchenmotive mit gegenwärtiger Sozialkritik. Vor der Folie einer mythisierten endlosen Kindheit zeigt sie auf, wie die Opfer von Kinderhandel aus dem Raster und durch das Sicherheitsnetz der Mehrheitsgesellschaft fallen. Erzählt wird die poetische, melancholische, aber auch hoffnungsvolle Geschichte in Textfragmenten; auch das Erzählte selbst bleibt ausschnitthaft und lässt so viel Raum für Interpretation.#*STUBE*
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