Öffentliche Gemeinde- und Schulbücherei Lessach

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Magisches Räuchern und gestohlene Maibäume

Bezeichnung Wert
Titel
Magisches Räuchern und gestohlene Maibäume
Untertitel
Alpenländische Bräuche und Rituale im Jahreslauf
Verfasserangabe
Christoph Frühwirth
Medienart
Person
Verlag
Ort
Salzburg ; Wien
Jahr
Umfang
192 Seiten : Illustrationen
ISBN10
3-7104-0375-8
ISBN13
978-3-7104-0375-0
Annotation
Eine eher oberflächliche Zusammenstellung von Bräuchen und Ritualen. (EH) Bücher über Bräuche im Jahreslauf gibt es zahlreiche, nicht jedes muss den wissenschaftlichen Ansprüchen eines Volkskundlers genügen. Sie dürfen auch gerne in einer etwas flotteren Sprache geschrieben sein, doch Fehler und Halbheiten sollten sie nicht enthalten. Dass sich hier letztere häufen, darüber kann auch die ansprechende Gestaltung des Buches nicht wegtäuschen. Gleich zwei Unrichtigkeiten auf S. 23: Nicht der Hl. Blasius hat als Kind eine Fischgräte verschluckt, sondern ein Kind, das eine Gräte verschluckt hat, wurde von ihm geheilt. Heilige werden nicht angebetet, sondern verehrt – das ist auch bei der Hl. Barbara so. Recht ungenau-widersprüchlich wird Nikolaus von Myra abgehandelt: Einmal als »Mann, der nachts drei Goldkugeln ins Haus alleinstehender Frauen warf, um sie ... vor der Prostitution zu bewahren«, ergänzt durch die seltsame Feststellung: »So jemanden wollte die Kirche aus pädagogischen Gründen nicht als milden Gabengeber sehen« (S. 128). Dann wieder wird er als »reicher Erbe, der sein Vermögen verschenkte« beschrieben (S. 130) Der Gottesdienst am Karfreitag ist sicher nicht das »älteste und wichtigste Fest im gesamten Kirchenjahr« und der Karfreitag selbst beruht nicht allein auf dem Markusevangelium. (S. 74) Auch handelt es sich bei der Karfreitagsliturgie nicht um eine »spezielle Messzeremonie« und die liturgische Farbe Rot hat hier nichts mit Blut (S. 75) zu tun, sondern ist als königliche Farbe zu sehen. Ganz generell lassen die Passagen zu Gottesdiensten sowie zu kirchlichen Feiertagen und Gepflogenheiten zu wünschen übrig. Oft ist Zutreffendes von weniger oder gar nicht Zutreffendem oder persönlichem Empfinden kaum zu unterscheiden. Insgesamt: ein entbehrliches Buch.