Wer als erster
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Wer als erster
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| ISBN13 |
978-3-7026-5962-2
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„erster“ – laut und fröhlich setzt dieser Ruf im einleitenden und titelgebenden Gedicht des lyrischen Bilderbuchs den Ton: „wer als erster / beim kühlschrank ist / wer als erster isst / wer als erster / die türe berührt …“. Die restlichen Zeilen – ein Wechselgesang wie in einer Litanei – markieren den konkreten Spielraum und zugleich den Sitz im Leben, der auch für die folgenden Gedichte gilt: kindlicher Alltag, verankert auf sicherem Familiengrund, von wo aus in alle Richtungen getanzt und auch abgehoben werden kann. Gelbe Kekse machen eben nicht nur warm, sie färben gelb, duften hinaus aus der Küche, dem Haus in die Welt hinein „… und machen den passanten / ich bin mir da sicher / süße gelbe keksgedanken …“. Wie der Duft von den Keksen lösen sich aber auch die Gedichte vom konkreten Erzählanlass, verselbstständigen sich als Sprachkunstwerke. Kinderalltag – ungestüm, neugierig, nachdenklich – und Poesie kommen so zusammen: leicht, beweglich und bewegt, kindlich anarchisch, magisch. Formal so vielfältig wie offen dichtet Michael Hammerschmid, wechselt dabei die Perspektive – einmal vom Kind aus, einmal zu ihm hin, immer beziehungsreich. Die so eigenwilligen wie eigenständigen Illustrationen der argentinischen Künstlerin María José de Tellería passen – von der Erzählhaltung wie formal – ganz gut zu den Gedichten: Auf flächigen Hintergründen oder luftig im Weißraum verteilt inszeniert sie kleine Szenen – den „seifenblasensong“ rund um eine Badewanne, „ich tanz!“ auf einer angedeuteten Bühne mit Froschfiguren als Protagonisten – oder übersetzt ein ganzes Gedicht in ein Stimmungsbild mit eigenem Recht (wie in „kekse sind gelb“). Der Auftrag der kräftigen hellen Farben ist fast grob, mit sichtbaren Pinselspuren, die gezeichneten Figuren sind ganz leicht, witzig und fast immer in Bewegung. In dem wunderbaren Gedicht „auf den fels sollte man hinauf“ fasst Michael Hammerschmid, der für sein Buch „Schlaraffenbauch“ 2018 mit dem Josef-Guggenmos-Preis für Kinderlyrik ausgezeichnet wurde, seine Vorstellung von Kindheit noch einmal programmatisch zusammen: „… was man angreifen kann / das greift man an / was für später ist / nimmt man jetzt dran / was verboten ist / probiert man aus / und was man träumt / lässt man nicht aus.“ Auch diese illustrierte Gedichtsammlung sollte man nicht auslassen. Und egal, ob man das Bilderbuch für sich und allein oder zusammen mit Kindern liest, immer gilt: Was man sieht, das liest man laut.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Öffentliche Bücherei der Pfarre Salzburg Aigen |
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