Alles dreht sich, alles fliegt
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Alles dreht sich, alles fliegt
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| Verfasserangabe |
Sigrid Eyb-Green
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Wien
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| Jahr | |
| Umfang |
[13] Bl. : überw. Ill. (farb.)
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| ISBN10 |
3-7026-5925-0
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| ISBN13 |
978-3-7026-5925-7
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| Annotation |
2012 hat Sigrid Eyb-Green ihr erstes Bilderbuch Siebensemmelhunger veröffentlicht, das schon vor dem Erscheinen mit dem Dixi Kinderliteraturpreis ausgezeichnet worden war. Mittlerweile hat sie mit dem Jungbrunnen Verlag einen überaus passenden Platz gefunden für ihre Bücher; die gleichermaßen durch Text und Bild bestechen: Eine Illustratorin, die schreiben kann, eine Autorin, die Bilder zu ihren Geschichten schafft ein Glücksfall! Bei Eyb-Green ist er gegeben, was sie nach Frau Pimpernell im Hummelfell (2015) und Die Sonnenschaukel (2016) in ihrem jüngst erschienenen Gedicht-Bilderbuch Alles dreht sich, alles fliegt wieder unter Beweis stellt. Die Künstlerin, die an der Wiener Akademie der Künste im Bereich Koservierung/Restaurierung lehrt und forscht und auch einige Publikationen in namhaften Literaturzeitschriften vorzuweisen hat, erzählt in ihrem durchweg geschmackvoll gestalteten Sprach-Karussell kleine mal fantastische, mal bodenständige Geschichten um Natur und Tiere, den Wandel der Jahreszeiten, vor allem aber um die wunderbare, weite Welt, die in unserer Vorstellungskraft liegt. Darin und in der zauberhaften Grundstimmung der Gedichte, gemischt mit zartem Humor und stellenweise aufblitzender Melancholie, bleibt die Künstlerin sich und ihren Themen treu. Die Übergänge zwischen Wirklichkeit und Fantastik sind fließend, was möglicherweise jeden guten Text ausmacht, herrlich verspielt und auch in der Kinder-Perspektive überzeugend: Große merken nichts von Tieren, / wenn sie darauf herumspazieren. (Hügeltier). Die eigentliche Hauptperson des Gedichte-Ringelspiels auch das offensichtlich eine Grundeigenschaft von nennenswerter Lyrik stellt die Sprache selbst dar: Muster drehen sich im Kreis, / gaukelgelbe, mondscheinhelle. / Glutorange und Möwenweiß: / wunderliche Karusselle. (Kaleidoskop) Nicht nur erwachsene Leser*innen werden von dem leichtfüßig wirkenden und gleichzeitig durchdachten und feinhörigen Spiel Eyb-Greens mit Parallelismen und Lautmalereien, mit Anaphern und Alliterationen, von ihrer Lust an Wortneuschöpfungen und anderen rhetorischen Stilmitteln begeistert sein, sondern auch Kinder werden ihr Vergnügen beim Lesen haben: Oktober pfeift voll Übermut / sein wildes Lied an allen Ecken. / Er färbt die Blätter rot wie Glut / und scheucht die Vögel aus den Hecken. / Husch, husch, husch, heult der Herbstwind. Eine Amsel flattert in den Schnee-Himmel, der Bäckermeister Sonnenei bäckt einen Sommertagskuchen aus u. a. einem Deka Südwind, extrafein und Ringelsocken drehen sich in der Waschmaschine so klein ist die Welt von Eyb-Greens Gedichten, so groß. Immer wieder klingt in ihnen auch die Liebe zur österreichischen Sprache und ihren Besonderheiten an, wenn von dem oben genannten Deka die Rede ist, von Marillen, vom Ringelspiel und dem Hollerbusch, wenn die Leser*innen horchen sollen: ein besonderes Schmankerl für alle, die der österreichischen Literatur verbunden sind. Die mit Schablonentechnik und in Gouache gestalteten Bilder wirken collagenartig, mal eher zart und in gedeckten Mischfarben gehalten, mal kraftvoll und in strahlenden Farben gemalt. Sie bereichern die Gedichte mit einer zusätzlichen Tiefendimension: Beinahe bedrohlich und gleich schwarzen Pfählen stehen die Baumstämme im Herbstwald (Spuren), fast wild und an ein Feuerwerk erinnernd drehen sich die farbigen Steine des Kaleidoskops, auch undurchdringlich wirkt der Traum-Dschungel, den Herr Vogelsang strickt (Herr Vogelsang strickt), und der tiefe, dunkle See des Daunendecken-Landes (Schlaflied für einen Fisch) erscheint in seiner totalen Schwärze verwirrend abweisend.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Bibliothek Biedermannsdorf |
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