Öffentliche Bücherei Wieselburg

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Daisy ist ein Gänseblümchen

Bezeichnung Wert
Titel
Daisy ist ein Gänseblümchen
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-7026-5808-3
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Marlene Zöhrer; Annotation: Künstlerisch ansprechendes und herausragendes Bilderbuch über weibliche Vornamen, die von Blumen inspiriert sind. Rezension: So einfach die Idee hinter dem Bilderbuch ist, so großartig und gelungen ist die künstlerische Umsetzung: Linda Wolfsgruber illustriert Mädchennamen aus aller Welt. Es handelt sich dabei nicht um irgendwelche Vornamen sondern um jene, die in der jeweiligen Sprache Blumen bezeichnen. So verleiht Wolfsgruber der türkischen Rose Gül ebenso ein Gesicht wie dem deutschen Heidekraut Erika, dem finnischen Maiglöckchen Kielo, dem kurdischen Schneeglöckchen Berfin und der japanischen Kirschblüte Sakura. Weit über ein Dutzend Blumennamen pflanzt Wolfsgruber in ihren Bildergarten. Dabei entsteht ein multikulturelles Panorama, ein bunter Strauß feinsinniger Wahrnehmungen und Anspielungen. Für jeden Namen findet die Illustratorin eine ganz eigene zärtliche Bildsprache, in der sie kulturelle Eigenheiten transportiert, ohne in Stereotype oder Klischees zu verfallen. Auch haftet ihren Blumen-Mädchen nichts Kitschiges oder Mystisch-Verklärendes an. Der Bildaufbau wirkt auf den ersten Blick schlicht: Stets sieht man eine Blume, ein Mädchen und eine in dicken Lettern gesetzte Beschreibung im Stil von "Girassol ist eine Sonnenblume". Daneben, unaufdringlich in feiner Schrift die Erklärung: "portugiesischer Mädchenname". Und doch gibt es unendlich viel zu entdecken: Die unterschiedlichen Illustrationsstile, die sich stets von der abgebildeten Blume leiten lassen und die Geschichten, die sich dahinter leise in die Bilder einschreiben. Das junge Grün Chloe zum Beispiel zeigt auf freier Fläche einen einzigen kleinen Keimling und ein Tütchen mit Pflanzensamen, das daneben in der Erde steckt. Nurit, die hebräische Butterblume, erstrahlt auf zartgelben Hintergrund, die türkische Rose Gül ist mit feinen Stichen gestickt. Ein wunderbares Bilderbuch, das die Schönheit der Natur und der Kulturen einfängt und vereint. ---- Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Reinhard Ehgartner; "Du bist wie eine Blume beginnt eines der schönsten Liebesgedichte von Heinrich Heine, das von Franz Liszt, Robert Schumann und Hugo Wolf vertont wurde. Wie eine Blume sind auch die Mädchen bei Linda Wolfsgruber, die sie hier illustratorisch bei ihrem Namen ruft. 19 Blumen, die in ihrem jeweiligen Kulturkreis als Mädchennamen gelten, werden von der Künstlerin aufgegriffen und in eigener illustratorischer Umsetzung vorgestellt. Auf unterschiedliche Art und Weise verschmelzen, verbinden und verwandeln sich Mädchen und Blume in Wolfsgrubers Vorstellungswelt. In knappen Worten wird die Information dazugestellt, und so liest man, dass 'Gül im Türkischen für 'Rose steht, 'Nurit im Hebräischen die Butterblume bezeichnet, 'Kielo im Finnischen 'Maiglöckchen bedeutet und die Kirschblüte im Japanischen 'Sakura heißt. Das Unterscheidende erfährt man, das Gemeinsame erspürt man. Im Hintergrund und ohne Worte erzählt nämlich dieses Bilderbuch mit seiner originellen Idee die gemeinsame Geschichte der Menschen, die allesamt von der Schönheit der Natur und der Blumen träumen und diese Schönheit in den Mädchen wiederfinden. Und wo sich Menschen unterschiedlicher Kulturen in einem gemeinsamen Traum wiederfinden, könnte ja das Gespräch beginnen. Zum Beispiel mit diesem Buch, das in seiner offenen Form zum Weitersuchen, Weiterzeichnen und Weitersprechen einlädt. Allen Bibliotheken empfohlen, für Kindergärten und Volksschulen ein hervorragender Einstieg in interkulturelle Themenwelten. ---- Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf: So kann man heißen. Oder genauer gesagt: So kann man sich nennen, wenn man in der Villa Villekulla wohnt. In deren verwildertem Garten ja vielleicht Moosglöckchen blühen. Der schwedische Name dieser Blume ist Linnéa. Benennungen wie diese werden wortwörtlich genommen, wenn Linda Wolfsgruber in eine florale Wunderwelt entführt, in der Mädchennamen aus aller Welt als Blumennamen erkannt und ausgedeutet werden. Gut zwei Dutzend Blüten und Namen werden als eine Art botanisches Schnittmuster präsentiert, denn in die illustratorische Gestaltung finden zuallererst die Kreativtechniken des Nähens Eingang. Modeentwürfe, Nähte, Stoffdrucke und Schnittbögen werden malerisch nachgestaltet. Zart und fragil werden die Figuren in den Bildraum gestellt; kaum wagt man umzublättern - und möchte doch immer tiefer eindringen in dieses künstlerische Herbarium wunderschöner Mädchenfiguren. *STUBE* -Lektorix- #Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf: So kann man heißen. Oder genauer gesagt: So kann man sich nennen, wenn man als Hauptfigur eines Kinderbuchs auftritt, das so ver-rückt und verdreht ist wie sein Handlungsort die Villa Villekulla. Umgeben ist diese Villa Kunterbunt (so deren deutschsprachiger Name) von einem verwilderten Garten, dessen genauere botanische Beschaffenheit man nicht kennt, in dem aber vielleicht (zumindest zur entsprechenden Jahreszeit) ein Moosglöckchen blüht. Der schwedische Name dafür wäre Linnéa. Frühlingshaft Erstrahlendes zu entdecken, bedarf jedoch der Verlangsamung und gleicht damit dem Akt des Lesens und der Bildbetrachtung, denn literarische und künstlerische Benennungen erfolgen im Vergleich zum geschäftigen Alltag in einer ganz anderen Geschwindigkeit und Intensität. Die Illustratorin Linda Wolfsgruber nimmt solche Benennungen in ihrem neuen Bilderbuch wortwörtlich vor, wenn sie in eine florale Wunderwelt entführt, in der Mädchennamen aus aller Welt als Blumennamen erkannt und ausgedeutet werden: "Ianthe ist eine purpurrote Blume" und ein griechischer Mädchenname,"Zahra Sahara ist eine Wüstenblume" und ein arabischer Mädchenname, "Mirte ist eine Myrthe" und ein niederländischer Mädchenname, "Soley ist ein Hahnenfuß" und ein isländischer Mädchenname. Gut zwei Dutzend Blüten und Namen werden aufgenommen und künstlerisch als eine Art botanisches Schnittmuster präsentiert denn zuallererst übernimmt Linda Wolfsgruber in ihre illustratorische Gestaltung die Kreativtechniken des Nähens: Modeentwürfe, Nähte, Stoffdrucke und Schnittbögen mit ihrer Variation von Linien werden grafisch und malerisch nachgestaltet und die Mädchenfiguren zum Teil mit den Blüten und Blättern bekleidet. Nicht die Hochglanzästhetik eines Modemagazins sorgt dabei für die ästhetische Vorgabe, sondern die Antiquiertheit eines Herbariums, in dem besonders zerbrechliche Fundstücke ihren ganz besonderen Platz finden. Zart und fragil werden die Mädchenfiguren in den Bildraum gestellt bis hin zu Jasaman, dem persischen Jasmin-Mädchen, das einer Elfe gleich auf Transparentpapier skizziert und von roten Blätterranken überdeckt wird. Kaum wagt man umzublättern, um keine der Blüten zu beschädigen selbst die forsche Erika zeigt sich in ihren Gummistiefeln und ihrer spärlichen Heidekrautbedeckung noch zartbeseelt. Und Linda Wolfsgruber zeigt einmal mehr, wie nachhaltig sie im kunterbunten Garten der Kinderliteratur künstlerische Akzente zu setzen vermag. *STUBE* Heidi Lexe
Antolin Antolin Klasse: 2 Zum Antolin Quiz