Die 3 Räuberinnen

Bezeichnung Wert
Titel
Die 3 Räuberinnen
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-7022-3802-5
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Marlene Zöhrer; Nicht weit von hier. Gleich um die Ecke. Falls man das so sagen kann, weil der Wald genau genommen immer woanders ist. Am ehesten findet ihr ihn dort, wo ihr ihn am wenigsten vermutet. Besagter Wald, von dem Verena Hochleitner in ihrem Kinderbuch erzählt, ist Handlungsort und Gedankenspiel zugleich. Mal ein klein wenig Großstadt-Dschungel, wenn die breit grinsende, sprechende Katze versucht, die Kinder über die vierspurige Straße zu locken; mal stilles Idyll, auf dessen Lichtungen es sich wunderbar pausieren lässt (und auf denen es nur ab und an ein ganz klein wenig spukt); mal ein Mehrfamilienhaus mit kauzigen Nachbarn und schrägen Bewohnerinnen, einem grantigen Hauswart und sieben unsichtbaren Neffen. Eben dieser Wald ist einen ganzen Tag lang das Revier von Maja, Bruno und Kaspar den drei Räuber*innen, die fortan Wanja, Bronski und Kaspar genannt werden wollen und auf ihrem Raubzug so allerhand erleben: Kindheitsabenteuer, die mit Playstation, Spider-Man, dem handysüchtigen Herrn Wischfinger und Gender-Diskussion (Wanda will aus der Bande aussteigen, weil immer alle nur von Räubern sprechen) im Hier und Jetzt angesiedelt sind, die in der Ausgestaltung des kindlichen Spiels und der Wahrnehmung jedoch an Bullerbü-Zeiten erinnern. Zusammen mit den kinderliterarischen Reminiszenzen, die sich im Text verstecken, und den humorvollen Bildern von Verena Hochleitner ergibt sich so ein unterhaltsames Potpourri an Räuberabenteuern zum Vor- und Selberlesen. Die imaginierten Räubereien sind bei Hochleitner alles andere als gefährlich oder niederträchtig. Schnell stellt sich heraus, dass sich der Raubzug der drei Kinder ganz im Sinne Tomi Ungerers berühmter Räubergeschichte harmlos, mitunter sogar ein wenig naiv gestaltet: die geraubten Prospekte verteilen Wanja, Bronski und Kaspar pflichtbewusst auf den Fußmatten, Frau Wehinger wird gesund gepflegt und die Beute aus Herrn Wischfingers Wohnung wird an exakt dieselben Orte zurück[gelegt], von wo sie sie genommen hatten. Wenn einer gar nicht mitbekam, mit wem er es zu tun hatte, konnte einem die beste Räuberinnenlaube vergehen. So kommt in der humorigen Geschichte niemand zu Schaden und die Leser*innen, die sich auf diese kindliche Logik sowie die fantastischen Elemente einlassen, die Hochleitner immer wieder in Text und Bild einwebt, werden gut unterhalten. ÖKJB-Preis 2020: Im Wald, da sind die Räuber! Wald kann in dieser heiteren Hommage an spielerischen Einfallsreichtum auch ein Stiegenhaus sein, das die 3 jungen Räuberinnen Wanda, Bronski und Kaspar unsicher machen. Entgegen aller Planungen verbreiten ihre Beutezüge jedoch bei den Nachbarn keinen Schrecken, sondern enden meist in guten Taten. Leicht und fröhlich balanciert das farbstarke, üppig bebilderte Kinderbuch zwischen Realität und Fantasie. ---- Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Reinhard Ehgartner; Die 3 Räuberinnen - oder: Darf große Kunst auch leicht und lustig sein? (ab 8) (JE) An ihrer Entschlossenheit sollte niemand zweifeln. Wanda, Bronski und Kaspar haben ihren Hotzenplotz gelesen und sich für ein abenteuerliches Räuberleben entschieden. Mit finsterem Blick, furchteinflößendem Gelächter und sieben fast echten Messern im Gürtel brechen sie auf, um Beute zu machen. Unerbittlich, versteht sich. Vor dem Spiegel klappt es auch schon ganz gut, aber im Alltag nehmen die räuberischen Anläufe der drei Kinder doch sehr seltsame Verläufe. Entweder wird man nicht so richtig ernst genommen, stößt auf Verrücktheiten, die die eigene in den Schatten stellen, oder bekommt im entscheidenden Moment ein weiches Herz. Was an der Oberfläche einem einfachen Muster folgt, wird unter der Feder und dem Pinsel von Verena Hochleitner zu einem zündenden Feuerwerk an Ideen und einer kraftvollen Geschichte voll feiner Zwischentöne. Damit nicht genug, machen die kraftvollen, flächigen Szenerien und die liebevolle Ausstattung das Buch zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Hochleitner erbringt in ihren "3 Räuberinnen" in alter surrealer Tradition den Beweis, dass man in absurder Überzeichnung viel an Wahrheit über die Fassaden und Hintergründe des Lebens transportieren kann. An ihrer Entschlossenheit sollte niemand zweifeln. ---- Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); Seitenweise Kinderliteratur 2019 Indoor-Spielplätze und -Aktivitäten boomen, vor allem in den Großstädten. Die drei phantasiebegabten Kinder aus dem ersten erzählenden Kinderbuch der Illustratorin brauchen diese Art der Bespaßung aber erst gar nicht. Bei ihnen wird das Wohnhaus zum verwunschenen, gefährlichen Wald, in dem sie als Räuber_innen ihr Unwesen treiben. Immer wieder aber schimmert zwischen den Räuber-Abenteuern der kindliche Alltag durch und lässt ein wortwörtlich spielerisches Miteinander zweier Erzählebenen erkennen, wobei sich die erzählten Ereignisse in den expressiven Collagen fortsetzen. So finden auch klassische kinderliterarische Motive Eingang in einen zeitgenössischen Text. Oder anders formuliert: Im Wald der Fiktionen tummeln sich auch Smartphone, Playstation, Chips, Hotzenplotz, Momo und die Posträuber. *STUBE*
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