Öffentliche Bücherei der Gemeinde Kleinarl

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Am Felsfenster morgens

Bezeichnung Wert
Titel
Am Felsfenster morgens
Untertitel
und andere Ortszeiten 1982-1987
Verfasserangabe
Peter Handke
Medienart
Person
Verlag
Ort
Salzburg
Jahr
Umfang
541 S.
ISBN10
3-7017-1095-3
Annotation
Handkes "Arbeitsjournale" aus der Zeit von 1982 bis 1987. DR) "Für den, den's angeht." - Unter dieser Widmung stellt Peter Handke auch die vierte Abschrift seiner Arbeitsjournale, die den Zeitraum von 1982 bis 1987 umfassen: Für Handke eine Zeit der Seßhaftigkeit, in der er die Stadt Salzburg als vorübergehende Heimat wählt. Die im Unterschied zu den bislang erschienenen Notizen relative Bewegungslosigkeit und die damit verbundenen Beschäftigungen finden ihren Niederschlag in den oft nur wenige Worte langen Eintragungen: Handke als (stiller) Beobachter, der Momentaufnahmen von Salzburg und den Zielen seiner oftmaligen Ausflüge festhält, Handke als Leser und Übersetzer, der aus Texten zitiert und mehr denn je am Wort an sich arbeitet, es definiert, neu definiert und ihm durch (wort-)wörtliches Übersetzen aus verschiedenen Sprachen neue Sinnhaftigkeit verleihen kann, Handke aber auch als Schriftsteller, der das Herangehen an seinen Arbeitsprozeß durch Aphorismen beschreibt, durch skizzenhafte Situations- und Stimmungsbeschreibungen analysiert, durch lyrische Fragmente erweitert, und der durch Imperative und Verbvorgaben an die eigene Sprache immer wieder seinen Stil schult und überarbeitet. Dabei stößt der Leser auf Motive, die aus der Zeit vor dem Journal stammen ebenso wie auf kommentierte Stellen während der Niederschrift entstandener Texte (vor allem und als zentrales Element "Die Widerholung") und kann - quasi in rückblickender Vorschau - auch vereinzelt Fragmente späterer Werke erkennen. - "Am Felsfenster morgens" ist ein sehr persönliches Werk, das tiefen Einblick in die Arbeitsweise, aber auch die Person des Schriftstellers Handke bietet, ohne dabei den Rezipienten in die Rolle des Voyeurs zu drängen - die nötige Distanz bleibt gewahrt. Größeren Bibliotheken zu empfehlen, lange Entlehnzeiten garantiert! *bn* Ronald Amesmann