Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus
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| Verfasserangabe |
Christine Lavant
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Salzburg
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| Jahr | |
| Umfang |
159 S.
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| ISBN10 |
3-7013-1031-9
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| Annotation |
Authentischer Erlebnisbericht aus der Psychiatrie. (DR) Nach einem Selbstmordversuch lässt sich die Ich-Erzählerin freiwillig in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Dort unterzieht man sie einer Arsenkur. Ein Arzt empfiehlt ihr einen "ordentlichen, strengen Dienstplatz" als "das beste Mittel gegen Hysterie" und macht sich über ihren schriftstellerischen Ehrgeiz lustig. Die Erzählerin wundert sich, "daß die, welche hier dazu berufen sind, zu beruhigen und zu lindern, nicht die nötige Zeit dafür aufwenden, um sich in die seltsamen Gedankengänge der Kranken (...) einzufühlen", denn "mit ein paar entsprechenden Worten gelänge mehr als mit Spritzen und Zwangsjacken". Aus der Sicht der Institution sind das eben die Ideen einer Verrückten. Mit lakonischer Präzision porträtiert Lavant Ärzte, Schwestern und die Mitpatientinnen, die an Wahn, Katatonie, Depressionen und Magersucht leiden. Die modernen Psychopharmaka waren damals noch nicht im Einsatz, und dementsprechend drastisch waren die psychotischen Symptombilder. In ihrem Nachwort, das ebenso spannend wie der literarische Text zu lesen ist, berichten die Herausgeberinnen von der abenteuerlichen Geschichte dieses bislang unbekannten Werks, das eine kleine Sensation darstellt. Von den mir bekannten Prosaarbeiten Christine Lavants sind diese autobiografischen Aufzeichnungen mit Abstand am stärksten und beeindruckendsten. Und wenn sich auch in der Psychiatrie seit 1935 viel geändert hat, so ist Lavants Kritik an ihr in manchen Punkten leider immer noch aktuell. - Sehr empfehlenswert. *bn* Renate Langer
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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