Halbinsel
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Halbinsel
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Kristine Bilkau
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Frankfurt am Main
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| Jahr | |
| Umfang |
220 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-630-87730-3
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Cornelia Gstöttinger; Einfühlsame Schilderung der Kluft in einer Mutter-Tochter-Beziehung. (DR) In ihrem neuen Buch mit dem treffenden Titel »Halbinsel« schildert die deutsche Autorin Kristine Bilkau mit ungemein viel Gespür das Wechselspiel aus Nähe und Distanz in einer Mutter-Tochter-Beziehung. Die Bibliothekarin Annett, 49, ist stolz auf ihre Tochter Linn, die einen beachtenswerten Werdegang hingelegt hat und als Umweltbeauftragte in einer Firma arbeitet, die sich um Renaturierung kümmert. Dann kommt aus dem Nichts der Anruf: Linn hatte während eines Vortrags einen Schwächeanfall und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Annett fährt zu ihr, kümmert sich, sorgt sich. Versucht den Zustand der Tochter zu verstehen, die völlig erschöpft ist. Die wieder in ihr Elternhaus einzieht, energielos wirkt und sich in ihrem Zimmer verkriecht. Es ist ein zaghaftes Herantasten der Mutter an ihre Tochter, die erst mal alles abblockt. Meint, es sei einfach alles zu viel. Aber letztlich in der Ruhe einer Auszeit und im Vertrauen auf sich selbst einen neuen Weg für sich findet. Kristine Bilkau ist eine feinsinnige Beobachterin: Sie leuchtet die unterschiedlichen Lebensentwürfe zweier Frauenfiguren verschiedener Generationen aus. Was prägt unser Verhalten? Was wollen wir vom Leben? Sensibel lenkt sie den Blick auf unterschiedliche Wünsche und Erwartungshaltungen. Auf das schwierige Ausbalancieren zwischen Fürsorge und Loslassen. Darauf, dass ermöglichte Ausbildungschancen gleichzeitig auch den Erwartungsdruck erhöhen. Obwohl »Halbinsel« ein an sich ruhig erzählter Roman ist, gerät man rasch in den Sog der Geschichte, lässt sich vom Gedankenstrom der Ich-Erzählerin mittragen. Wir erfahren, dass Annett nach dem Auszug der Tochter allein in dem alten Haus lebte, das vor vielen Jahren für die kleine Jungfamilie eine passable Übergangslösung war. Doch Linns Vater starb in jungen Jahren. Die alleinerziehende Annett war um Stabilität für die kleine Tochter bemüht, die noch im Kindergartenalter mit diesem großen Verlust umgehen musste. Dieser gravierende Lebenseinschnitt, die Traurigkeit über das Fehlen des Lebenspartners, der eine Lücke hinterlassen hat, ist zu spüren. Ihre Erinnerungen werfen Annett tief in die Vergangenheit zurück. Ein Schritt hinaus aus diesem Alltag ist schwierig, Annett blieb dort wohnen, behielt die Stelle in der Bücherei. Der Gedanke an Veränderung, an eine neue Freiheit durch das Erwachsenwerden der Tochter, bringt auch Furcht mit sich. Bilkau greift wichtige Themen auf: ganz im Privaten, was Zwischenmenschliches betrifft, aber auch brisante gesellschaftspolitische Umstände wie z.B. Umweltschutz und wie wir uns gern selbst dabei belügen. Ein kluges Buch, das nachdenklich macht und zu Recht mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Sehr empfehlenswerte deutsche Gegenwartsliteratur, die allen Büchereien ans Herz zu legen ist. Sehr gerne gelesen! |
| Altersbeschränkung |
0
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Gemeindebücherei Markt Allhau |
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