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Hase und ich

Bezeichnung Wert
Titel
Hase und ich
Untertitel
die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung
Verfasserangabe
Chloe Dalton ; übersetzt aus dem Englischen von Claudia Amor
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Stuttgart
Jahr
Umfang
298 Seiten
ISBN13
978-3-608-96638-1
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Ingrid Kainzner;
Die Autorin erzählt, wie sie ein verwaistes Hasenbaby aufnimmt und diese Adoption ihr Leben von Grund auf verändert. (BI)
Als Außenpolitikberaterin jettete Chloe Dalton um die ganze Welt. Als durch die Corona-Pandemie der internationale Verkehr drastisch eingeschränkt wird, zieht sie sich in ihr Haus, eine ehemalige Scheune in der englischen Provinz, zurück. An einem bitterkalten Februartag entdeckt sie mitten auf dem Weg, dicht an den Boden gedrückt, einen winzigen Hasen. Sie geht weiter, sie weiß, dass Hasenmütter ihre Jungen nicht mehr akzeptieren, wenn sie von Menschen berührt wurden. Doch als sie nach vier Stunden wieder vorbeikommt, sitzt er immer noch da. Allein würde er die Nacht nicht überleben, also nimmt sie ihn mit. Zunächst flößt sie ihm winzige Mengen Katzenmilch ein, dann versucht sie zu erkunden, wie man einen Wildhasen aufziehen kann. Da ihr auch der Tierarzt nicht weiterhelfen kann, lässt sie sich aus der British Library alle verfügbare Literatur über Wildhasen liefern. Ausgerechnet bei dem Bericht eines Edelmannes aus dem 18. Jahrhundert wird sie fündig. Dieser fiel nach einer unglücklich verlaufenen Liebesgeschichte in Melancholie. Doch als er einen kleinen Hasen geschenkt bekam, verliebte er sich so sehr in ihn, dass er wieder Freude am Leben fand. Er schrieb darüber Gedichte, die auch Bemerkungen über die Aufzucht des Tieres enthalten.
Chloe Dalton, die leidenschaftlich von ihrem Beruf und dem damit verbundenen Reisen erfüllt war, wundert sich selbst, wie sehr der kleine Hase ihr Leben verändert. Fasziniert von dem grazilen Tier, seinen Eigenarten und seiner Anmut, bewegt sie sich leiser, um ihn nicht zu erschrecken und schaltet abends das Licht nicht mehr ein, weil ihn das irritiert. Tagsüber führt sie ihre Zoom-Telefonate, während der Hase zwischen ihren Füßen liegt. Trotz großer Ängste, was ihm alles zustoßen könnte, sperrt sie ihn nicht ein. Auf keinen Fall sollen seine Chancen, in der Freiheit zu überleben, verringert werden.
Als er eines Tages wirklich verschwindet, vermisst sie ihn sehr, doch es sollte wohl so sein. Aber dann geschieht etwas Unerwartetes: Der Hase kehrt zurück. Zwar streift er nun jede Nacht (Hasen sind nachtaktiv) durch die Felder, doch morgens findet er sich wieder bei seiner Ziehmutter ein, um neben ihr zu schlafen. Und damit nicht genug: als er einmal längere Zeit ausbleibt, bringt er etwas mit: zwei kleine Häschen. Hase ist also eine Häsin, die vorsorglich ihre beiden Jungen an den sichersten Platz gebracht hat, den sie kennt: in das Haus ihrer Menschenfreundin.
Obwohl Dalton von ihrem Schützling bezaubert ist, macht sie nie den Versuch, ihn als Schmusetier zu vereinnahmen. Bestimmt ist es gerade dieser Respekt und die Rücksichtnahme, wodurch der Hase ein solches Zutrauen zu ihr fasst. Durch ihn angeregt, entwickelt sie ein vertieftes Interesse für die Natur und die Lebensbedingungen von Wildhasen, deren Population in einem Jahrhundert um 80 Prozent zurückgegangen ist, vor allem durch die industrielle Landwirtschaft. »Hase und ich« ist eine faszinierende Lektüre, die zum besten Buch des Jahres in der Sparte »Nature Writing« gekürt wurde.
Übersetzung
übersetzt aus dem Englischen von Claudia Amor
Altersbeschränkung
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