Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg

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Die Klimaprioritäten

Bezeichnung Wert
Titel
Die Klimaprioritäten
Untertitel
was wir jetzt zur Rettung des Klimas tun müssen
Verfasserangabe
Michael Streck
Medienart
Person
Verlag
Ort
Frankfurt/Main [u.a.]
Jahr
Umfang
208 S.
ISBN10
3-593-38676-3
ISBN13
978-3-593-38676-8
Schlagwort
Annotation
Auch Michael Streck, ehemals US-Korrespondent der deutschen taz und nunmehr Unternehmensberater für Investoren und Firmen, „deren Geld und Technologien weltweit Umwelt- und Klimaschutz fördern“ (Eigenbeschreibung), schlägt in eine ähnliche Kerbe. Der Klimawandel sei ernst zu nehmen, hinsichtlich Maßnahmen gelte es jedoch Prioritäten zu setzen. Streck sieht diese – wie Sinn – insbesondere im Schutz der Wälder und dem damit verbundenen Emissionshandel („Waldschutz ist Klimaschutz“) sowie – da ist er optimistischer als der deutsche Ökonom – in der Kohleabscheidung („Kohle muss sauberer werden“). Da es blauäugig sei, die Kohle, den fossilen Rohstoff mit den größten Reserven, einfach auszublenden („In China geht jede Woche ein neues Kraftwerk in Betrieb“, S. 30), müsse man ihre Verarbeitung ökologisch weniger schädlich machen, so die nicht von der Hand zu weisende Argumentation. Weltweit die besten Technologien zur Verfügung zu stellen, müsse daher das zentrale Ziel sein. Der Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Vertrags, der Emissionsgutschriften für entsprechende Entwicklungsprojekte vergibt, ist für Streck dafür das ideale Instrument: „CDM-Projekte sorgen für einen preiswerten Technologietransfer in Entwicklungsländer und ermöglichen, dass diese in den Klimaschutz mit einbezogen werden.“ (S. 154) Keine andere internationale Vereinbarung wie das Kyoto-Protokoll hätte bisher so viel Geld für Umweltschutzprojekte mobilisiert, meint der Journalist und nennt als Beispiel die neue U-Bahn in Neu Delhi, „weltweit das erste Bahnprojekt, das Emissionsgutschriften erhält“ (S. 155).