Frankly in Love

Bezeichnung Wert
Titel
Frankly in Love
Verfasserangabe
David Yoon. Aus dem amerikan. Engl. von Claudia Max
Medienart
Sprache
Person
Verlag
cbj
Ort
München
Jahr
Umfang
490 S.
ISBN13
978-3-570-16575-1
Schlagwort
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Heike Byn; #David Yoons Coming of Age-Roman Frankly in Love spielt im Titel mit der Sprache. Denn Frankly ist nicht nur die Verballhornung seines Namens durch den Titelhelden Frank Li , sondern bedeutet im Englischen auch so viel wie wahrhaft, aufrichtig, ehrlich oder realistisch. Tatsächlich gewährt uns der Autor selbst Kind von Einwanderern einen authentischen Einblick in den Alltag eines amerikanisch-koreanischen Teenagers. Frank Li steht unter Druck: Seine Eltern erwarten schulische Bestleistungen, damit er die Elite-Uni besuchen kann. Dazu vermisst der Junge seine Schwester, die von der Familie verstoßen wurde, weil sie sich in den Falschen verliebt hat. Und dann ist da auch noch Frank und die erste Liebe. Er ist verknallt in die Amerikanerin Brit. Seine beste Freundin Joy auch koreanischer Abstammung liebt einen chinesischen Jungen. Zwei koreanische Teenager, die sich außerhalb ihrer Einwandererblase verliebt haben. Geht nicht, wissen sie und geben vor, ein Paar zu sein. Um sich dann insgeheim mit ihren Partnern zu treffen. Weder Frank noch Joy ahnen da, dass aus einer Lüge auch mal die Wahrheit werden kann.#Über fast 500(!) turbulente Seiten hinweg folgen wir Frank auf dem Weg zum Erwachsenwerden und sehen die Welt aus der Perspektive eines jungen Mannes, der versucht, zwei Kulturen unter einen Hut zu bekommen und dabei seinen Weg zu finden. Deshalb geht es in der Geschichte auch vor allem um Familiendynamik und Identitätsfindung. Um Generationenkonflikte, Sprachbarrieren zwischen Eltern und Kindern, Anderssein und Ausgrenzung. Frank ist zwar in der koreanischen Community aufgewachsen, spricht die Sprache seiner Eltern aber nur mehr schlecht als recht und sieht deren Leben kritisch. Sie haben sich herausgepickt, was sie von der amerikanischen Kultur haben wollten, aber größtenteils haben sie sich diese kleine koreanische Blase zurechtgebastelt. Sie schauen sich nur koreanische Shows an, machen nur Geschäfte mit Koreanern, verbringen nur Zeit mit koreanischen Freunden. Dennoch ist das hier alles andere als ein Problembuch. Dafür sorgt schon der warmherzige Humor, die witzigen Dialoge und die absurden wie tragikomischen Situationen, die einen oft laut auflachen lassen. Ob David Yoons hier seine eigene Weltsicht seinem Protagonisten Frank Li in den Mund legt? Falls ihr das Pech habt, niemanden in eurem Leben zu haben, der euch zum Lachen bringt, lasst alles stehen und liegen und sucht euch jemanden. Denn Lachen ist die Musik eines tiefen Kosmos, der alle menschlichen Lebewesen miteinander verbindet, und sagt alles, was bloße Worte nicht ausdrücken können. Ein gelungenes Debüt, dem hoffentlich weitere Bücher folgen werden.## ---- #Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Eleni Steinborn; #Ein Buch über das Leben und die Probleme eines Sohns koreanischer Einwanderer in Amerika. (ab 14) (JE)#Frank Li lebt in Kalifornien, hat aber koreanische Eltern, die völlig in ihrer Herkunftskultur gefangen sind. Das ist ein großes Problem für den Jungen, etwa weil sie wollen, dass Frank ausschließlich Beziehungen mit koreanischen Mädchen eingeht, er sich aber in Brit verliebt hat, eine weiße Amerikanerin. Mit seiner Kindheitsfreundin Joy, Tochter von Freunden seiner Eltern, also ebenfalls "amerikanische Koreanerin", die mit dem gleichen Problem konfrontiert ist, geht er einen Deal ein: Die beiden spielen ihren Eltern vor, einander zu daten, treffen sich aber stattdessen mit ihren jeweiligen Partnern. Dass dabei irgendwann etwas schiefläuft, ist klar...#Identitätsfindung, Rassismus, Toleranz - diese und einige weitere schwierige Themen werden in David Yoons (er ist der Ehemann der Bestsellerautorin Nicola Yoon) Debütroman mit erstaunlich viel Leichtigkeit behandelt. Nichtsdestotrotz werden die Auseinandersetzungen, die Frank mit seinen Eltern, seinem schwarzen Freund Q oder auch mit sich selbst führt, sehr ernsthaft behandelt und animieren die LeserInnen zum Nachdenken. Hervorzuheben ist wohl auch, dass sowohl der 18-jährige Ich-Erzähler als auch die anderen Jugendlichen in seiner Clique zwar extrem leistungsbezogen und lernfreudig sind, so wie ihre Eltern das verlangen, aber keinesfalls dem klassischen Bild von "Strebern" entsprechen, sondern ganz "normale" Jugendliche sind, die mit den ganz "normalen" Problemen wie Eltern, FreundInnen und der Liebe zu kämpfen haben.#Eine Empfehlung nicht nur für LeserInnen mit Interesse am Thema, sondern für alle, die ein gut geschriebenes und sehr unterhaltsames Buch lesen wollen.