Wo der Wind die Namen trägt

Bezeichnung Wert
Titel
Wo der Wind die Namen trägt
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Anja Jonuleit
Medienart
Sprache
Person
Auflage
1. Auflage
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
380 Seiten
ISBN10
3-570-10606-3
Schlagwort
Annotation
2023. Die 85-jährige Inge Sundermann folgt widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik dieser idyllischen Landschaft im Schatten von Bergen-Belsen niederzuschreiben. 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben. Auf zwei Zeitebenen erzählt der neue Roman von Anja Jonuleit von den entsetzlichen Ereignissen in der Lüneburger Heide und deren Vertuschung, von alten Nazi-Seilschaften – und von zwei Frauen (1946 und 2023), die nicht bereit sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen. „Jonuleit erzählt dabei keinen frei erfundenen Stoff, sondern einen Roman, der auf realen historischen Begebenheiten beruht. Im Zentrum steht die Zeit, in der der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann nach dem Krieg unter falschem Namen in der Lüneburger Heide lebte - und die Frage, wer was gesehen oder geahnt hat oder lieber nicht wissen wollte... Seine größte Wucht entfaltet der Roman dort, wo die Idylle kippt: wenn aus Heide-Landschaft Bedrohung wird, aus Erinnerung Erkenntnis, aus Familiengeschichte deutsche Geschichte“ (ndr.de)
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EAN
9783570106068