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      <marc:subfield code="a">Er schreibt Kriminalromane mit über 500 Seiten. Es gelingt ihm, die Spannung auf der ersten Seite schon anzufachen und das Feuer erst am Ende zu löschen. Der Trick: der Leser weiß immer mehr als der zu ermittelnde Kommissar, aber nie genug, um den Täter zu fassen. Mit seinem Kommissar hat er einen Charakter geschaffen, der in die Literaturgeschichte eingehen wird. Und sein Anliegen der Gesellschaftskritik ist nicht zu übersehen: Ausgebeutete, von der Gesellschaft Verstoßene, Menschen, die zur Ware wurden, Gewalt statt Kommunikation - all das sind Themen, die ihn beschäftigen, den Autor und Theaterregisseur Henning Mankell.    Soeben ist das neueste Werk erschienen, mit 602 Seiten: Der Titel gibt an, worum es geht: Mittsommermord. Mit diesem beginnt der Roman. Drei junge Menschen feiern die längste Nacht des Jahres, eine Nacht, aus der sie nicht mehr erwachen werden. Sie werden hingerichtet und erst Wochen später wird die Polizei ihre Leichen finden ...   Die Ermittlungen Kommissar Wallanders sind diesmal geprägt vom Entsetzen über den Tod seines Kollegen, einen Tod, der offensichtlich mit diesem Fall in Zusammenhang zu stehen scheint. Zudem ist Wallander von gesundheitlichen Problemen geplagt. Die Neigung, den Kriminalroman als Sprachrohr gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt zu verwenden, ist diesmal nicht ganz so stark ausgeprägt wie in den letzten beiden auf deutsch erschienenen Romanen 'Die fünfte Frau&#x93; und 'Die falsche Fährte&#x93;. Dennoch: hier rächt sich einer, so wird bald deutlich, am Glück der anderen, das nicht das seine ist. Eine Wunde tut sich auf, eine klaffende: die Glückliche von Unglücklichen, Erfolgreiche von Erfolglosen trennt.  Dem Theaterregisseur gelingt auch diesmal wieder eine spannende Inszenierung, die wie üblich chronologisch vorgeht. Ein Buch zum Verschlingen.  *bn* Brigitte Schwens-Harrant</marc:subfield>
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