Die Gabe des Schmerzes

Bezeichnung Wert
Titel
Die Gabe des Schmerzes
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Miller, Andrew
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Darmstadt
Jahr
Umfang
382 S.
ISBN10
3-552-04884-7
ISBN13
978-3-552-04884-3
Schlagwort
Annotation
Packender Debütroman über die verzweifelte Suche eines Mannes nach seiner Menschlichkeit. (DR) James Dyer fehlt von Geburt an die Fähigkeit, Schmerz und andere Gefühle zu empfinden. Als fast die ganze Familie von einer Pockenepidemie hinweggerafft wird, gerät James in die Fänge eines reisenden Quacksalbers, der ihn als Jahrmarkt-Attraktion gnadenlos ausbeutet und ihn dann an einen reichen Schüler Isaac Newtons verkauft, um ihn seiner außergewöhnlichen Monstrositätensammlung einzuverleiben. Schließlich glückt James die Flucht und mit Hilfe des Schiffsarztes Dr. Munroe wird er ein berühmter Chirurg, der jedoch aufgrund seiner Gefühlskälte große Schuld auf sich lädt. Auf einer Rußlandreise trifft er in den tiefverschneiten polnischen Wäldern auf eine mit magischen Kräften ausgestattete Frau, die ihn auf bitterste Weise Mitleid und Schmerz lehrt. - Im Mittelpunkt dieses historischen Ideenromans, der im England des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist, steht die stets aktuelle Frage nach dem Menschsein. Der Anti-Held dieses bizarren Märchens kann sich letztendlich wie im einleitenden Gedicht von Raymond Carver auf Erden geliebt nennen und geliebt fühlen. Sprachlich hat dieser Roman einiges zu bieten: Ungewöhnliche Metaphern, wechselnde Erzählweisen und wiederholte Zeitsprünge machen diese Lektüre höchst spannend und lesenswert. Manchmal erscheint die Handlung ein wenig an den Haaren herbeigezogen und in manchen Punkten finden sich auffällige Parallelen zum Roman "Der Anatom" von Nikolaj Frobenius (s. bn 3/98) z. B. das Grundthema, die ungewönliche Zeugung, ähnlicher historischer Hintergrund. In unserer nüchternen Zeit ist dieses sinnliche Buch eine erfreuliche Abwechselung. *bn* Elisabeth Zehetmayer
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: onlineRezensionen (ÖBW)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band