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      <marc:subfield code="c">Andrew Smith ; Aus dem Engl. von Hans-Ulrich Möhring</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Ryan Dean West gehört nicht in die Opportunity Hall. Wer hier wohnt, hat ernsthaft gegen die Regeln der Pine Mountain, einem Internat für Reichenkinder, verstoßen. Zwischen seinen durchweg älteren, größeren und brutaleren Mitbewohnern rechnet sich der hochintelligente, aber schmächtige Ryan Dean, der wegen einer eher harmlosen Dummheit hier einziehen muss, keine großen Überlebenschancen aus. Nur die Tatsache, dass er im Rugby-Team ist, scheint ihn vorläufig zu retten. Doch Ryan Dean versteht es meisterhaft, sich immer wieder in neue Schwierigkeiten zu bringen, dabei andere vor den Kopf zu stoßen und das allgemeine Chaos um sich herum und in seinem Gefühlsleben noch zu vergrößern. Dabei muss er das Herz eines älteren Mädchens erobern, alte Freunde behalten und neue gewinnen. Das klingt amüsant und ist es über weite Strecken von Andrew Smiths Roman &#x84;Winger&#x93; auch &#x96; aber für einen Menschen endet es tödlich. Was zunächst auffällt, wenn man den Roman durchblättert, sind die vielleicht zwei Dutzend Comic-Zeichnungen, die den Text unterbrechen und als Zeichnungen des Protagonisten und Ich-Erzählers in die Fiktion eingebettet sind. Die Zeichnungen illustrieren einerseits die Selbstreflexion des Protagonisten dieser Coming-of-Age-Geschichte, sind aber teilweise auch Teil einer meta-narrativen Reflexion des Erzählers. Dieses Nachdenken über das eigene Erzählen, konkreter: über die Unzulänglichkeit des Erzählens an sich, macht eine Besonderheit dieses Romans aus und spannt hinter dem charmant und rasant erzählten Plot eine weitere Ebene auf. Für den Plot hat Smith übrigens tief in die Internatsgeschichtenkiste gegriffen, sodass Freunde literarischer Schilderungen von Alkoholkonsum, Sex und Prügeleien in Verbindung mit einer unfassbaren Anzahl an Kraftausdrücken voll auf ihre Kosten kommen dürften. Wie gut dieser Spagat zwischen Meta-Fiktion und Mega-Fuck gelingt, Smith dabei auch noch auf überhaupt nicht unpassende Weise das Thema Homosexualität einarbeitet und das Ganze auch noch zu einer Hommage an den Rugby-Sport gerät, ist schon bemerkenswert. Nach &#x84;Auf Umwegen&#x93; hat Andrew Smith erneut einen überzeugenden und originellen Roman vorgelegt: sehr durchdacht, sehr schräg, sehr lesenswert.</marc:subfield>
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