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Die dunklen Winkel des Herzens

Bezeichnung Wert
Titel
Die dunklen Winkel des Herzens
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Francoise Sagan. Aus dem Franz. von Waltraud Schwarze und Amelie Thoma
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Berlin
Jahr
Umfang
188 S.
ISBN13
978-3-550-20091-5
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Doris Göldner; #Sittenbild der Familie des Unternehmers Cresson als Musterbeispiel an Verderbtheit, familiärem Hass und Feindseligkeit. (DR)#Der Sohn des Hauses Cresson war nach einem Unfall zwei Jahre lang in einer Pflegeeinrichtung, wo er so starke Medikamente bekam, sodass er den Eindruck eines schwer behinderten Menschen machte. Seine Frau rechnete fest mit seinem Ableben und will ihre Abneigung gegen ihn nach seiner überraschenden Heimkehr gar nicht verbergen. Der Plan der Familie lautet: Es soll ein rauschendes Fest geben, um alle Welt davon zu überzeugen, dass der "junge Cresson" wieder ganz gesund ist und danach soll die Ehe geschieden werden. Ein wenig zur Belebung der Geschichte trägt bei, dass sich der junge Ehemann in seine Schwiegermutter verliebt und eine Affäre mit ihr beginnt, während sein Vater, der Industrielle Cresson, selbst daran denkt, sich von der aktuellen Ehefrau scheiden zu lassen, um eben jene Dame zu ehelichen. Sie allerdings ahnt davon nichts und möchte, nachdem sie das Fest organisiert hat, von der Provinz rasch nach Paris zurückkehren.#Dieser Roman wurde nicht zur Gänze von Francoise Sagan geschrieben! Ihr Sohn fügte unveröffentlichte Textteile, Entwürfe und Fragmente zu einem altmodisch wirkenden Roman aus der französischen Bourgeoisie zusammen. Die Familienmitglieder siezen einander, der Vater nimmt den (über 30-jährigen) Sohn mit ins Bordell (bzw. vermittelt ihm willige Damen), der Diener kocht seine eigene Suppe, wenn es um Intrigen und Illoyalität geht, alle Beziehungen untereinander sind von Scheinheiligkeit und Abneigung geprägt.#Sagans "Bonjour tristesse" erschien 1954, "Lieben Sie Brahms" 1959. Nicht jedes Buch bleibt für immer zeitgemäß und lesenswert.#Die Autorin hatte sicher gute Gründe, das vorliegende Werk in der Schublade zu lassen. Besser, es wäre dort geblieben!