Gemeinde- und Schulbücherei Geboltskirchen

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Die tausend Verbrechen des Ming Tsu

Bezeichnung Wert
Titel
Die tausend Verbrechen des Ming Tsu
Untertitel
Thriller
Verfasserangabe
Tom Lin ; aus dem amerikanischen Englisch von Volker Oldenburg ; herausgegeben von Thomas Wörtche
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Frankfurt am Main
Jahr
Umfang
301 Seiten
ISBN13
978-3-518-47284-2
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Franz Lettner; #Großartige Landschaft, korrupte Sheriffs, Indianer, Kopfgeldjäger und ein gerechter Killer auf einem blutigen Rachefeldzug aus Liebe was für ein Western. (DR)#Ming Tsu ist ein untypischer Western-Held: In Amerika als Kind chinesischer Einwanderer geboren, nach deren Tod vom Adoptivvater zum Killer ausgebildet, schließlich wegen der heimlichen Trauung mit der Tochter eines Weißen gefangen, rechtmäßig verurteilt und in Ketten der Eisenbahngesellschaft übergeben. Für die er zehn Jahre unter härtesten Bedingungen Gleise verlegen musste. Jetzt reitet Ming Tsu Richtung Westen: von Salt Lake City in Utah, wo Anfang 1869 die Schienen der Central und der Union Pacific Railroad aufeinandertreffen, durch Nevada und über die Berge hinunter ins kalifornische Sacramento. Der unbeirrte Revolverheld ist auf einem Rachefeldzug, sechs Namen stehen auf seiner Liste, und im Kopf hat er das Bild der Geliebten, mit der er am Ende wieder vereint sein will.#Ming Tsus Gefährten sind ein alter blinder chinesischer Prophet, der alles vergessen hat, was vergangen ist, dafür aber weiß, was bald geschehen wird. Und eine Truppe von Schaustellern mit wunderbaren Fähigkeiten: ein Gestaltwandler, ein taubstummer Junge, der direkt in die Köpfe der Menschen hineinspricht, eine Frau, die unversehrt durchs Feuer geht. Gemeinsam zieht die eigenwillige Reisegruppe auf einem von Leichen gesäumten Weg durch die Sierra, eine raue und trockene Landschaft, die ihren Tribut fordert ebenso wie die marodierenden Banden, Indianer oder Kopfgeldjäger.#Mit seinem Debüt, das 2022 von der American Library Association mit der Carnegie Medal for Excellence in Fiction ausgezeichnet wurde, ist Tom Lin ein klassischer Western gelungen, einfach in seiner episodischen Struktur, aber hochdramatisch, lakonisch in den Dialogen, pointiert in den Kampfszenen. Dass der Autor einen amerikanischen Chinesen in diesem Genre als Helden in den Mittelpunkt stellt, ist eine feine Pointe. Zugleich wird damit jenen Chinesen ein Denkmal gesetzt, die zu tausenden beim Eisenbahnbau gestorben sind und vergessen wurden.

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