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      <marc:subfield code="a">Im Herzen der Katze</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Eine emotionale Hinführung zum schweren Leben im kulturell faszinierenden, bunten und geschundenen Iran. (DR) September 2022: Jina sitzt in der Provence und verfolgt auf Instagram die Protestbewegung im Iran nach dem Tod von Jina Mahsa Amini, die wegen eines »falsch« getragenen Kopftuchs von der Sittenpolizei ins Koma geprügelt wurde. Als Deutschiranerin mit demselben Vornamen fühlt sie sich zutiefst verbunden. Sie nimmt Kontakt zu ihrer Mutter in Deutschland, zu ihrer Schwester Roya in Teheran und zu ihrer Nichte Nika auf, die aktiv im Widerstand der iranischen Jugend mitwirkt. Vor diesem Hintergrund entfaltet der autofiktionale Erstlingsroman der deutsch-iranischen Malerin und Journalistin Jina Khayyer die Geschichte einer Reise durch den Iran im Jahr 2000: Jina, Roya und die als Mann verkleidete Iman gelangen ins »Herz der Katze«, wie die Autorin ihr Heimatland wegen seiner katzenförmigen Grenzen nennt. Ein Land, das zugleich fasziniert &amp;ndash; mit seiner Kultur, Sprache und Kulinarik &amp;ndash; und abschreckt durch Kopftuchzwang, Tschador und die radikale Einschränkung weiblicher Freiheit. Im Zentrum stehen die Solidarität unter Frauen, die im Privaten kleine Freiräume erkämpfen: eigener Wein, Mode, verbotene Literatur, Musik, heimlicher Internetzugang. Doch ebenso präsent sind Gewalt, das willkürliche Eindringen der Polizei, die ständige Kontrolle der Sittenpolizei und der Terror paramilitärischer Organisationen wie der Basij-Miliz. Trotz der schonungslosen Schilderung von Unterdrückung und Gewalt überzeugt der Roman durch seine poetische Sprache. Nicht zufällig stand er auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Ein Debüt, das trotz erschütternder Gewaltszenen sehr zu empfehlen ist. Für alle, die einen neuen Blick auf ein faszinierendes Land, seine tapferen Bewohner&amp;ast;innen und die klar entlarvten Methoden eines Terrorregimes werfen wollen.</marc:subfield>
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