Die Seelen-Pfuscher
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Die Seelen-Pfuscher
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| Untertitel |
Pseudo-Therapien, die krank machen
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| Verfasserangabe |
Heike Dierbach
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| Medienart | |
| Person | |
| Reihe | |
| Auflage |
Orig.-Ausg.
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| Verlag | |
| Ort |
Reinbek
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| Jahr | |
| Umfang |
248 S. : Ill.
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| ISBN10 |
3-499-62586-5
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| ISBN13 |
978-3-499-62586-2
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Gefährliche Heilsangebote selbsternannter Gurus. (NK) Hanna (Name geändert) war vierzig. Sie hatte zwei kleine Töchter und die Scheidung lag ein Jahr zurück. Als sie Schmerzen in der Brust spürte, ging sie zum Arzt, um nach einiger Zeit die Diagnose Brustkrebs zu erhalten. Als überzeugte Esoterikerin, die der Schulmedizin misstraute, ließ sich Hanna von Naturheilkundigen und Menschen beraten, die überzeugt waren, große Heiler, Engelkontaktpersonen oder Schamanen zu sein. Schließlich landete sie bei einer Frau, die ihr versicherte, sie mit Hilfe eines magischen Geräts zu heilen, das die für sie passende Schwingungsfrequenz ausstrahlen würde. Schon bald, so die Frohbotschaft, würde der Krebs verschwunden sein. Doch trotz esoterischer Schwingungsübertragung, die ihren hohen Preis hatte, wuchs das Geschwür, bis es aufplatzte. Hannas Heilerin interpretierte diesen Vorgang als 'Reinigungsprozess und sah alles positiv. Als die Schmerzen immer unerträglicher wurden, kündigte Hanna schließlich ihrer 'Heilerin und begab sich in schulmedizinische Hände. Zu spät. Der Krebs hatte bereits zu viele Zellen befallen. Hanna starb. Laut ärztlichen Meinungen hätte sie bei schulmedizinischer Behandlungsweise konkrete Chancen gehabt, den Krebs zu besiegen. Hanna ist kein Einzelfall. Immer öfter treten selbsternannte 'Heiler auf, die meist gegen teures Geld Linderung und Gesundheit versprechen. Ihr 'Wissen wurde oft in wenigen Wochenendseminaren erworben. Wobei dieses 'Wissen keine Anerkennung aufweist, mit Ausnahme jener Zertifikate, die die 'Lehrer der jeweiligen umstrittenen Methoden selbst ausstellen. Dennoch lassen sich viele Hilfesuchende täuschen. So pfuschen selbsternannte 'Therapeuten, 'Heiler und 'Eingeweihte mit den Menschen umher, ohne die für Heilerfolge notwendige Ausbildung zu haben, die auf langjährig getesteten Versuchen und Beobachtungen beruht. Für viele Hilfesuchende bedeuten diese suspekten Behandlungsmethoden aber einen Stillstand oder sogar eine Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Situation. Es ist begrüßenswert, dass zu diesem Thema, bei dem es nicht zuletzt um Leben und Tod gehen kann, ein längst überfälliges kritisches Buch erschien, das verständlich geschrieben und übersichtlich aufgebaut ist. Heike Dierbach untersucht in ihrem Buch 'Die Seelenpfuscher stellvertretend für viele suspekte Methoden einige der bekanntesten, mit denen bereits viele Menschen in Berührung gekommen sind: Rebirthing, Festhaltetherapie, Familienaufstellungen, die den Rezepten des höchst umstrittenen Hellinger folgen, der Hoffmann-Quadrinity-Prozess, Reinkarnationstherapie, The Work, Channeln und Engeltherapie sowie das zur Zeit weitverbreitete 'Gesetz der Anziehung, wie es durch den Bestseller 'The Secret verbreitet wird. Anschaulich werden die typischen Eigenschaften suspekter 'Therapien beschrieben und die oft verwendeten Argumente der Verteidiger schonungslos unter die Lupe genommen. Die Autorin betont, das bei den meisten der von ihr kritisierten Techniken nicht nur potenzielle Risikofaktoren vorhanden sind, sondern dass es bereits Geschädigte oder Tote zu beklagen gibt. Ein Problem dabei: Ihre genaue Zahl kennt niemand, da nur jene Fälle registriert werden, die sich, von einer Seelenpfuschertherapie geschädigt, professioneller Hilfe zuwenden und auch diese Klienten werden nicht systematisch erfasst. Ohne alternativmedizinische Wege verurteilen zu wollen: Die Lektüre des Buchs ist allen zu empfehlen, die sich für Behandlungsmethoden außerhalb der etablierten Angebote interessieren. So kann präventive Schadensvermeidung gelingen. *bn* Roman Schweidlenka
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