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Ein Hund an meiner Tafel

Bezeichnung Wert
Titel
Ein Hund an meiner Tafel
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Claudie Hunzinger ; aus dem Französichen von Timea Tankó
Medienart
Sprache
Person
Auflage
aus dem Französichen von Timea Tankó
Verlag
Ort
Hamburg
Jahr
Umfang
285 Seiten
ISBN13
978-3-498-00375-3
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Sabine Krutter;
Versuch einer symbiotischen Einheit von Mensch und Tier, Literatur und Natur. (DR)
Schauplatz dieses außergewöhnlichen Romans ist der Ort Bois-Bannis (»Verbannte Wälder«) in den französischen Vogesen. Ein altes Paar scheint sich in seiner Behausung dort ebenfalls verbannt zu haben: Die Schriftstellerin Sophie und der nachtaktive Lesefreak Grieg haben mit sich selbst und der Literatur genug und beobachten die Ereignisse der Welt aus der Distanz und mit Ekel. Ihre freiwillig gewählte Einsamkeit mitten in der Natur wird eines Tages aufgebrochen: Eine misshandelte junge Hündin gesellt sich zu ihnen und sorgt für unerwartete, neu aufkeimende Lebensfreude, die auch die beiden langjährigen Lebenspartner wieder näher aneinanderrücken lässt. Erstmals schlafen sie gemeinsam mit der Hündin Yes in einem gemeinsamen großen Bett, neu errichtet auf jahrzehntelang gesammelten Zeitungen. Endlich erfüllen auch alte schlechte Nachrichten einen Sinn! Für Sophie, die sich als »Autorin der Ränder« (S. 19) bezeichnet, spiegelt sich in ihren alternden, kranken und geschundenen Körpern der Zustand der Erde vor ihrem Kollaps.
Ob die Autorin über vergessene Wörter philosophiert, über den Zerfall von Schönheit oder über die deprimierende Wiederholung historischer Zeitläufe die Sprache ist durchwegs von poetischer Präzision geprägt. Eine in Frankreich preisgekrönte Entdeckung für alle, die Freude am metaphorischen Lesen haben.
Altersbeschränkung
0