Provinzbibliothek der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol - Innsbruck

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"Worüber hinaus Größeres nicht >gegeben< werden kann ..."

Bezeichnung Wert
Titel
"Worüber hinaus Größeres nicht >gegeben< werden kann ..."
Untertitel
Phänomenologie und Offenbarung nach Jean-Luc Marion
Verfasserangabe
Thomas Alferi
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Reihenvermerk
Band 15
Auflage
Originalausgabe
Verlag
Ort
Freiburg ; München
Jahr
Umfang
452 Seiten
ISBN10
3-495-48237-7
ISBN13
978-3-495-48237-7
Fußnote
Dissertation, Universität Freiburg im Breisgau, 2006. - Literaturverzeichnis: Seite 439-452
Schlagwort
Annotation
Diese Studie behandelt und diskutiert das Denken des französischen Gegenwartsphilosophen Jean-Luc Marion. Sie geht davon aus, daß der Begriff »donation« (dt. »Gebung«, der Gabeakt) innerhalb des Marionschen Œuvres den Stellenwert einer »key-metaphor« einnimmt. Mit Blick auf die theologischen Schriften des jungen Marion erweist sich zunächst, daß »donation« auf die Mitte des christlichen Glaubens zielt und den Hingabeakt im Leben und Sterben Jesu Christi meint. Marions spätere Arbeiten zur Phänomenologie sind davon abzuheben. In Auseinandersetzung vor allem mit Husserl und Heidegger wird hier der Versuch unternommen, »donation« als tiefste Bestimmung des Phänomens zu bewahrheiten: Das Phänomen erscheint, weil es sich je schon gibt. Marions »(Post-)Metaphysik im Zeichen der Gebung« erweitert die Beschreibungsmöglichkeiten bisheriger Phänomenologie. Darüber hinaus ermöglicht sie - vermittels der Idee des »gesättigten Phänomens« -, die christliche Offenbarung auf dezidiert philosophische Weise zu denken. Die philosophisch-theologische Gemengelage, die das Marionsche Schaffen in besonderem Maße auszeichnet, bedarf einer eigenen Interpretation. Vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen in der deutschen Theologie wirft der Autor die Frage auf, ob Marions Philosophie nicht zutiefst von dem Wunsch angetrieben wird, den Glauben an das »Ein-für-allemal« christlicher Offenbarung vor dem Forum der Phänomenologie zu verantworten.