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      <marc:subfield code="a">Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Maria Reichl; #Das moderne Spiel mit dem Feuer. (DR)#»Gesellschaftsspiel« ist der erste Roman von Dora Zwickau. Im Mittelpunkt steht das Leben von Isabelle, Annika und Dagmar, drei sehr unterschiedlichen Frauen, verwandt miteinander, doch durch teils tiefe emotionale Abgründe getrennt. Isabelle und Annika sind Schwestern, die der plötzliche Tod der Mutter dazu zwingt, mehr als die üblichen Floskeln an Feiertagen auszutauschen. Und dann gibt es noch Tante Dagmar. Sie ist kinderlos und bisher immer nur zu Pflichtbesuchen im Leben der Schwestern aufgetaucht. Isabelle ist alleinerziehend und Lehrerin an einem Gymnasium. Annika ist bereits in jungen Jahren aus der Enge der Familienwohnung nach Amerika geflüchtet und dort sehr erfolgreich im IT-Bereich tätig. Tante Dagmar unterrichtet an der Uni. Drei sehr verschiedene Lebenswege, die schon genug Stoff für ein Buch liefern würden. Doch just hat der Tech-Investor Double Z beschlossen, in Weimar  der Heimatstadt der drei Frauen  ein Experiment zu starten. Er will per App die Demokratie umkrempeln und neu erfinden. Ist das automatisch eine Verbesserung, weil es ein angesagter und reicher Internetstar vorschlägt? Wie weit ist die Gesellschaft schon und wo stehen die drei Frauen in der politischen Debatte? Sind sie doch nicht so verschieden, wie anfangs geglaubt?#Das Buch erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Isabelle, Annika und Dagmar. Zwischendurch liest man Chatprotokolle aus dem Internet bzw. Podcasts, die aber eher störend sind als sich harmonisch ins Buch einzufügen. Dora Zwickau schreibt am Punkt der Zeit, kritisch, jedoch nicht urteilend. Sie lässt den Leser*innen viel Spielraum für eigene Interpretationen und Gedanken zum Thema. Die Einwohner Weimars sollen mithilfe einer App entscheiden, wofür das zur Verfügung gestellte Geld ausgegeben wird: Was ist für alle wichtig? Oder wäre es am besten, das Geld an alle Bürger persönlich auszuzahlen, frei nach dem Motto: Jeder ist sich selbst der Nächste?#Die Idee ist gut, auch wenn der Roman an einigen Stellen hinter den Erwartungen bleibt und etwas langatmig wird. Die einzelnen Charaktere werden immer nur kurz angespielt, hier hätte die Autorin ruhig mehr in die Tiefe gehen können.</marc:subfield>
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