Öffentliche Bibliothek der Gemeinde und Volksschule Zederhaus

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Dem Sturm entgegen

Bezeichnung Wert
Titel
Dem Sturm entgegen
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Cecilia Ahern ; aus dem Englischen von Ute Brammertz und Carola Fischer
Medienart
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
442 Seiten
ISBN10
3-492-07181-3
ISBN13
978-3-492-07181-9
Schlagwort
Annotation
Ein gewaltiger Sturm als Synonym für eine Lebenskrise. (DR) Cecilia Ahern, irische Bestseller-Autorin, lässt die Protagonistin ihres neuesten, 20., Romans, die 46-jährige Allgemeinmedizinerin Enya Pickering, im mehr als 400 Seiten umfassenden Werk einen Sturm erleben, der ihr bisheriges Dasein völlig auf den Kopf stellt. Mit einem Sturm im übertragenen Sinn kämpft Enya bereits seit ihrem 46. Geburtstag. Ihre Mutter, die sich mit der vorchristlichen, irisch-keltischen Spiritualität zutiefst verbunden fühlte, war mit 47 Jahren (Enya war damals zwölf) im Meer infolge eines Herzinfarkts ertrunken, und Enya ist trotz ihrer naturwissenschaftlichen Prägung und der langjährigen Zusammenarbeit mit ihrem äußerst rationalen bis zwanghaften Ehemann in der gemeinsamen Hausarztpraxis zutiefst überzeugt, dass sie an ihrem 47. Geburtstag sterben wird. Dramatischen Ausdruck findet ihr innerer Aufruhr in einem den Roman prägenden Ereignis am 21. Dezember (Wintersonnenwende): Enya ist in einen extremen Sturm geraten. Auf dem Heimweg aus den Dubliner Bergen wird sie von einem Taxifahrer gestoppt und muss Erste Hilfe bei einem Schulkameraden ihres 16-jährigen Sohnes leisten. Er wurde im dichten Regen von einem Autofahrer angefahren und verletzt auf der Straße liegen gelassen. Enya rettet dem Jungen, der sie fatal an ihren eigenen Sohn erinnert, das Leben. Die polizeilichen Untersuchungen nach diesem Fall von Fahrerflucht machen ihr extrem zu schaffen. Sie verlässt ihren Mann (die Ehe besteht nur noch aus Gewohnheit) und ihren Sohn und versucht einen Neuanfang als Hausärztin in einer ländlichen Gemeinde. Bei dem Haus, das sie von ihrem Vorgänger gemietet hat, findet sich ein sogenannter »Rag Tree«, ein Baum, dem man nach irischer Spiritualität Heilkräfte nachsagt: Die verschiedensten Menschen hängen an diesen Baum, der beharrlich an Enyas Fenster klopft, Stofffetzen, um Heilung und Vergebung zu erlangen. Ahern unterteilt den Roman nach dem Muster des keltisch-irischen Jahreskreises, um die innere Entwicklung Enyas, ihre langsame Verwurzelung in der neuen Umgebung, das Keimen neuer Freundschaften, aber auch ihren Umgang mit dem Unfall, der sie nicht mehr loslässt, und ihren inneren Sturm, der gegen Ende des Romans im Zuge der Aufklärung der Fahrerflucht an einen Höhepunkt gelangt, darzustellen. Lesenswert.