Vielleicht will ich alles

Bezeichnung Wert
Titel
Vielleicht will ich alles
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Que Du Luu
Medienart
Sprache
Person
Auflage
1. Aufl.
Verlag
Ort
Köln
Jahr
Umfang
334 S.
ISBN13
978-3-462-04295-5
Annotation
Der Roman "Vielleicht will ich alles" erzählt die etwas skurrile Geschichte des 16 jährigen Addi auf dem Weg zum Erwachsen werden. Addi lebt bei seinen Eltern - Vater Mediziner, Mutter Krankenschwester - in Bielefeld. Fast täglich muss er miterleben, dass sich seine Eltern lauthals streiten, mit groben Schimpfworten um sich werfen und mit Gegenständen aufeinander losgehen. Als er sich einmal schützend vor seinen Vater stellt, rammt ihm seine Mutter eine abgebrochene Bierflasche in den Bauch. Um der extremen familiären Situation zu entfliehen, zieht der heranwachsende Addi nachts durch Bielefeld und trifft dort auf Menschen, die ihrerseits Außenseiter bzw. eigenartige Charaktere sind. Da ist einmal der obdachlose Mathematiker "Balduin Pfiff" mit 200 kg Körpergewicht, seinem karierten Anzug und seiner Piepsstimme, da sind Natalie und Katja, die den Versuch unternehmen, Addi zu verführen und da ist die Nummer Eins. Nachdem sich die Eltern trennen und ein neuer Mann ins Leben der Mutter tritt, entscheidet Addi in eine WG zu ziehen. Alicia. Die Autorin Que Du Luu beginnt den Roman fulminant, indem sie auf den ersten 50 Seiten einen großen Spannungsbogen aufbaut, der allerdings auf den restlichen 200 Seiten zusehends abflacht. Das Erzähltempo wird deutlich gedrosselt. Einen starken Handlungsstrang vermisst man als Leser zu Recht. Gut gelungen sind der Autorin die Charakterbilder der vielen Figuren und die Passagen voller schwarzem Humor. Lebensbejahend ist der Roman allemal, denn Addi gelingt es sich aus den familiären Fängen zu befreien und einen Neubeginn zu wagen. *LHW.Lesen.Hören.Wissen* Brigitte Ambach