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Das letzte Buch des Marceau Miller

Bezeichnung Wert
Titel
Das letzte Buch des Marceau Miller
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Marceau Miller ; aus dem Französischen von Thomas Brovot
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Berlin
Jahr
Umfang
349 Seiten
ISBN13
978-3-458-64589-4
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Sabine Krutter; #Die Witwe eines berühmten Schriftstellers verstrickt sich in die obsessive Suche nach einem geheimen Manuskript. (DR)#Marceau Miller, seit 20 Jahren ein prominenter Bestsellerautor, feiert mit seiner Frau Sarah, seinem Verleger und seinen besten Freunden die Neuerscheinung seines jüngsten Romans. Am Tag darauf ist er spurlos verschwunden...#Die Leser*innen sind von der ersten Seite an informiert und wissen es schon vor Sarah: Der passionierte Freeclimber ist tödlich abgestürzt. Sarah ist entsetzt: Nicht nur darüber, dass ihr Mann offenbar bis zuletzt Geheimnisse vor ihr hatte, sondern auch, weil sie annehmen muss, dass Marceau von der Felswand gestoßen wurde. Ihre Verzweiflung nicht zuletzt über die unfähigen Ermittler und die aufdringliche Presse entlädt sich in ungeheurer Wut und ihr ganzes Leben scheint ihr zu entgleiten, vor allem die beiden Kinder. Selbst ihren langjährigen Freunden kann sie auf einmal nicht mehr trauen.#Ein Schreiben von der Bank beschert ihr neben ein paar Millionen auch einen mysteriösen Brief von Marceau und sein Eingeständnis, dass er die ganzen Jahre über an einem Manuskript gearbeitet habe, um seine Schuldgefühle loszuwerden. Aber wo hat Marceau dieses ominöse Manuskript versteckt? Sarah macht sich gemeinsam mit Reynaud, einem pensionierten Polizisten, auf die Suche. Dieser hatte bereits 20 Jahre zuvor mit einem noch immer ungelösten Fall zu tun: dem Verschwinden von Marceaus Schwester Jade.#Um »drei Landschaften, drei Leben, drei Geschichten« (S. 270) dreht sich dieser flüssig geschriebene Roman, der in den Wäldern und Bergen rund um den Genfer See angesiedelt ist. Der Autor wer immer das tatsächlich ist hat den spannenden Plot geschickt mit Familien- und Beziehungsgeschichten verknüpft. Nachsichtige Leser*innen müssen ihm unter anderem verzeihen, dass er Sarah im Lauf des Geschehens Fähigkeiten à la James Bond andichtet. Wegbeschreibungen im Stil von Google Maps sollen wohl die Affinität des Verfassers zum Genfer See unterstreichen, eignen sich aber trotzdem nicht als Suspense-Elemente.#Dass hier ein bekannter Autor offenbar unter einem Pseudonym über sich selbst zu schreiben scheint und sein letztes Buch ankündigt, dürfte eine Marketing-Finesse des Verlags sein, um einen künstlichen Hype zu generieren. Apropos künstlich: Stellenweise liest sich der Roman wie ein Sammelsurium unglaubwürdiger Ereignisse, ausufernder Beschreibungen und sinnfreier Passagen. Das könnte womöglich auf eine KI-Beteiligung hindeuten.