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      <marc:subfield code="a">Maalouf, Amin</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Der Geograph des Papstes</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">Leo Africanus ; historischer Roman</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="c">Amin Maalouf. Aus dem Franz. von Bettina Klingler und Nicola Volland</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Frankfurt a.M.</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Der Händler und muslimische Diplomat bereist große Teile Afrikas; diesen Kontinent beschreibt er später am päpstlichen Hofe in einem jahrhundertelang populären Werk. (DR)       Die heutige Geschichtswissenschaft weiß nur wenig über die Person von Leo Africanus. Er wurde als Muslim um 1490 in Granada geboren, musste nach der spanischen Eroberung seine Heimat verlassen und ließ sich mit seiner Familie in Fes nieder. Von dort unternahm er anfangs mit seinem Onkel, dann allein diplomatische Reisen bis nach Timbuktu, Kairo und Konstantinopel. Nach seiner Gefangennahme im Mittelmeer lebte er um 1520 am Hof des kunstsinnigen Papstes Leo X., konvertierte zum katholischen Glauben und verfasste eine Beschreibung Afrikas, die bis ins 19. Jahrhundert die Hauptquelle zur Geographie dieses Kontinents war.   Amin Maalouf, der französische Autor libanesischer Herkunft, fügt die wenigen verlässlichen Quellen in ein fiktives, aber historisch plausibles, überaus anschauliches und vor allem spannend erzähltes Lebensbild ein. Um 1500 war die Welt im Umbruch: Aus Spanien wurden die Mauren vertrieben, während die Osmanen Ägypten, den Balkan und weite Teile Ungarns eroberten; Amerika war entdeckt, und als eines der ersten Importgüter wurde der Tabak gebräuchlich; in Europa breitete sich der Buchdruck aus und mit ihm die Lehren Luthers; die neuen Feuerwaffen entschieden Kriege und Scharmützel; in Italien erreichte die Kunst mit Michelangelo und Raffael bislang ungekannte Blütezeiten. Diese geschichtlichen Entwicklungen personifiziert der Autor gekonnt in Verwandten, Förderern, Ehefrauen und Feinden von Leo Africanus.    Wie das gesamte Werk des engagierten Autors ist auch diese Schilderung eines persönlichen und politischen Werdegangs zwischen den Kulturen Gleichnis und Aufruf: Respekt und Bildung ist der Schlüssel zum Zusammenleben von Menschen verschiedener Völker und Religionen - heute ebenso wie vor 500 Jahren. Dafür wurde Amin Maalouf unter anderem mit dem bekanntesten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet.  *bn* Wolfgang Moser</marc:subfield>
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