Insel der Vergessenen

Bezeichnung Wert
Titel
Insel der Vergessenen
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Victoria Hislop. Aus dem Engl. von Angelika Felenda
Medienart
Person
Auflage
Dt. Erstausg.
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
431 S.
ISBN13
978-3-453-35160-8
Schlagwort
Annotation
Rez.: Journalistin Hislop, im Südosten des United Kingdom zu Hause, hat sich mit ihrem Debüt im letzten Jahr auf Anhieb an die Spitze englischer Bestsellerliste katapultiert. Jetzt hat Übersetzerin Felenda mit einer auffallend pragmatischen Arbeit eine deutsche Ausgabe ermöglicht, die in ihrer Ehrlichkeit gar nicht erst versucht, die schwer verdaulichen Niveauschwankungen des Originals (Medien-Hype hin oder her) zu verbergen. Zeitgeschichtlich (Fokus: 2. Weltkrieg bis 2001) ist diese Autorin fraglos stark genug, um auch kritische Romanleser mühelos dicht in die griechische Inselwelt hineinzuziehen, die als Schauplatz für ihre von Frauenschicksalen dominierte Familiensaga dient. Ungewöhnlich ist sicher auch die unverkrampfte Art, mit der das nicht alltägliche Thema der Leprakrankheit die Geschichte dominiert. Aber die lau plätschernden Beziehungsprobleme der jungen, griechischstämmigen Archäologin Alexis, die auf Kreta und dem vorgelagerten Spinalonga (bis 1957 Leprakolonie) Vergangenes aufrollt und so ihre Mutter mit dem Leben versöhnt, weist den Weg klar: In eine Lesefutterexistenz. (Connie Haag)