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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

Bezeichnung Wert
Titel
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
Verfasserangabe
Christien Brinkgreve ; aus dem Niederländischen von Lisa Mensing
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
189 Seiten
ISBN13
978-3-446-28567-5
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Ingrid Kainzner; #Während die Autorin ihr Haus von jahrelang angesammeltem Ballast befreit, analysiert sie die fast vierzig Jahre währende Ehe mit einem geliebten, aber auch schwierigen und zurückweisenden Mann. (DR)#Christien Brinkgreve wurde 1949 geboren und ist emeritierte Professorin für Soziologie. Nach dem Tod ihres Mannes wird ihr bewusst, wie unwirtlich und düster ihr Haus geworden ist. Ihr Mann, in diesem Memoire nur »A.« genannt, hat eine Unmenge an Büchern, Zeitschriften und anderen Gegenständen hinterlassen. Während sie damit beginnt, das Chaos zu sichten und auszusortieren, unterzieht sie ihre fast vier Jahrzehnte währende Ehe einer Prüfung.#Als sie ihren Mann kennenlernt, ist dieser bereits in der niederländischen Rundfunk- und Filmszene eine bekannte Größe, während sie erst am Anfang ihrer akademischen Laufbahn steht. Nacheinander kommen zwei Söhne zur Welt. Christien ist eine begeisterte Mutter und setzt alles daran, das Familienleben und ihre anspruchsvolle Forschungstätigkeit an der Universität unter einen Hut zu bringen. Es sind anstrengende, aber auch glückliche Jahre. Doch im Laufe der Zeit wird A. immer unzugänglicher und verletzender. Ihre Versuche, ihm wieder näherzukommen, weist er brüsk zurück. Das ändert sich auch nicht, als er schwer erkrankt und sie ihn pflegt.#Nach seinem Tod fragt sie sich, was von den vergangenen Jahrzehnten geblieben ist. Warum ist es trotz der so ideal erscheinenden Beziehung auf Augenhöhe, ihren gemeinsamen Interessen und der Freude an den Kindern zur Entfremdung gekommen? Einerseits war A. stolz auf Christien, die als erste Frau in den Niederlanden promovierte. Andererseits hatte er gehofft, dass sie der Familie zuliebe auf ihre Karriere verzichten würde. In der Rückschau erkennt Christien, wie sehr sie sich bemüht hat, allen Ansprüchen gerecht zu werden und wie wenig ihre Leistungen geschätzt wurden. Warum hat sie sich nicht von A. getrennt? Wahrscheinlich wäre ihr viel Kummer erspart geblieben und ihr Leben glücklicher gewesen. Doch nach der Entrümpelung des Hauses und der schmerzhaften Rückschau auf die Vergangenheit spürt sie, wie sich ein Knoten gelöst hat und die Zukunft lichter erscheint.#Brinkgreves »Versuch, meine Liebe zu ordnen« sticht aus der Fülle der einschlägigen Literatur hervor. Ohne sich als Opfer zu gerieren, analysiert eine kluge, reflektierte Frau voller Trauer die Beziehung zu einem Mann, die mit etwas gutem Willen seinerseits glücklich hätte sein können. Das in den Niederlanden bereits viel diskutierte Buch wird bestimmt auch im deutschsprachigen Raum auf großes Interesse stoßen und kann wärmstens empfohlen werden.