J: Freischwimmen

Bezeichnung Wert
Titel
J: Freischwimmen
Untertitel
[wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen]
Verfasserangabe
Baron, Adam
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
222 S.
ISBN10
3-446-26607-0
ISBN13
978-3-446-26607-0
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Andrea Duphorn; Cymbeline kann nicht schwimmen. Dabei ist er schon neun und durchaus sportlich: einer der zwei drittbesten Fußballer in (s)einer Stufe und der zweitbeste im Rollschuhfahren, () fit und gesund und völlig normal (abgesehen von meinem Namen) Als seine Schulklasse einen Ausflug ins Schwimmbad macht, will Cym auf keinen Fall zugeben, dass er noch nie auch nur einen Fuß ins Meer, in einen Fluss oder in einen See gesetzt hat, ganz zu schweigen von einem echten, stinknormalen Schwimmbecken. Schließlich hat er vor wenigen Tage noch erklärt, ein phänomenal guter Schwimmer zu sein. Dann geht alles ganz schnell: Cym wird von einem Mitschüler ins Wasser geschubst. Veronique (hochbegabt, distanziert und total hübsch) rettet ihn vor dem Ertrinken. Alles gut. Als Cyms Mutter erfährt, was passiert ist, kann sie sich nicht mehr beruhigen und ist am nächsten Morgen weg. Stark traumatisiert wird sie die nächsten Wochen in einer Nervenklinik verbringen. Cym wird so lange bei seiner Tante wohnen, in deren wohlhabenden Familie aber auch vieles ganz anders ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Einfühlend, spannend und mit viel Humor vermittelt Adam Barons Kinderbuchdebüt, was passieren kann, wenn Erwachsene Kindern gegenüber nicht offen sind. Wenn sie Probleme verschweigen, klein reden oder Ausreden erfinden. Dabei bleibt der britische Autor konsequent auf Augenhöhe seines Ich-Erzählers, der in locker-ironischem, zuweilen fast sarkastischem Ton und in vielen Rückblenden erzählt. Unterstützt von Veronique kommt Cym nach und nach einem traurigen Familiengeheimnis auf die Spur und erfährt, warum seine Mutter so panisch auf Wasser reagiert. Dass am Ende alles ganz anders war als gedacht, gehört zu den Stärken von Barons tiefgründiger Erzählung, die immer wieder unerwartete Wendungen nimmt. Eine bewegende Geschichte um einen großen Verlust, tiefsitzende Ängste, Schuld und Vertrauen. An manchen Stellen vielleicht etwas (themen-) überfrachtet, ernst, aber nie erdrückend, warmherzig und direkt erzählt. Ein beeindruckendes Debüt mit dem klaren Appell, Kindern mehr zuzutrauen. Sogar die Wahrheit. Und zwar die ganze. ---- Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Barbara Tumfart; Eine unglaublich schöne und berührende Geschichte vom Leben eines heranwachsenden Jungen. (ab 10) (JE) Cymbeline Iglu ist ein 9-jähriger Junge, der alleine bei seiner Mutter aufwächst. Den (vermeintlich) verstorbenen Vater kennt Cym nur von einem Foto auf dem Kaminsims. Die innigen Beziehungen zu seiner Mutter, einer sehr kreativen und künstlerisch aktiven Frau, und zu seinem Onkel Bill sowie die enge Freundschaft mit dem gleichaltrigen Lance geben dem Jungen die nötige Unterstützung für eine glückliche und sorgenlose Kindheit. Doch eine Sache bereitet ihm zunehmend Sorgen: Er ist super im Fußballspielen, kann aber als Einziger seiner Klasse noch immer nicht schwimmen! Seine Mutter hat es bisher stets vermieden, mit ihm schwimmen zu gehen. Allein der Gedanke, sich in der Nähe eines Gewässers aufhalten zu müssen, bereitet ihr Unbehagen. Dann wird plötzlich der Religionsunterricht durch verpflichtenden Schwimmunterricht auf dem Stundenplan ersetzt. Cym reagiert im ersten Moment instinktiv panisch, doch aufgestachelt von den permanenten Hänseleien eines "obercoolen" Klassenkameraden, lässt er sich auf einen dummen Wettkampf im Wasser ein. Erwartungsgemäß reichen ein paar gutgemeinte Recherchen im Internet über verschiedene Schwimmtechniken nicht aus. Cym geht sofort im Becken unter und droht zu ertrinken. Gerettet wird er nur durch das beherzte Eingreifen der gleichaltrigen Veronika. Die Mutter erleidet durch diesen Zwischenfall einen Nervenzusammenbruch, muss für einige Tage ins Krankenhaus und der dadurch massiv irritierte Cym wird bei seiner Tante und deren Kindern untergebracht. Der Bub fühlt sich in dieser ungewohnten Situation extrem einsam, besonders, als sich Lance ob des "peinlichen" Vorfalls im Schwimmbad von ihm abwendet. Als dann auch noch die Mutter an seinem Geburtstag aus dem Krankenhaus verschwindet, steuert die Geschichte mit rasantem Tempo auf eine vermeintliche Katastrophe zu. Dabei wird allerdings ein lang gehütetes Familiengeheimnis gelüftet, welches Cyms gesamtes künftiges Leben auf den Kopf stellen wird. Adam Barons erster Ausflug in die Welt der Kinderliteratur zeichnet sich durch eine unglaublich schöne und berührende Geschichte im Leben eines heranwachsenden Jungen aus, wobei trotz des tragischen Grundtons der Humor und das Lachen nicht zu kurz kommen. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch für ambitionierte LeserInnen ab 10 Jahren und ein geeigneter Lesestoff für die gemeinsame Klassenlektüre mit pädagogischem und psychologischem Mehrwert für alle Altersstufen.
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band
Illustrationsangaben
Ill.
Antolin Antolin Klasse: ab 7 Zum Antolin Quiz