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      <marc:subfield code="b">Nachrichten aus dem alltäglichen Indien</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Ein farbenprächtiges Porträt des alltäglichen Indiens. (EL) Martin Mosebachs Buch ist wie das Bild eines alten Meisters - groß, farbenprächtig, detailreich und viel Tiefe im scheinbar banalen Vordergrund. Der Büchnerpreisträger des Vorjahres verbrachte im Herbst 2006 einige Monate bei einer indischen Gastfamilie in Bikaner, das südwestlich von Neu-Dehli im Trockengebiet des Thar liegt. Anhand dieser lockeren Rahmenhandlung erzählt er von der abenteuerlichen Suche nach einem Ledergürtel, einem Sandsturm in der Wüste, einem Empfang zu seinen Ehren oder dem Besuch des Rattentempels. Doch die 21 Erzählungen sind kein Reisebericht, keine Reportagen, wie man es z.B. aus den "Gebrauchsanweisungen" kennt. Es ist ein Indien abseits von Broschürenphrasen, in dem die bekannten Extreme im Alltäglichen verwoben sind. Die Armut ist nichts Fernes, sie steht vor der Tür und spielt ein Saiteninstrument, die Gastgeberin fotografiert den Autor mit dem Bettler. Ein solches Erlebnis wertet Mosebach nicht, er beschreibt nur und überlässt dem Leser die Vergleiche zur westlichen Welt. Das Buch ist wie ein Bild - dementsprechend Zeit lassen sollte man sich damit. Leicht zu lesen ist es nicht, man muss schon Freude an Mosebachs ornamentreichem Stil haben, oder wenigstens Geduld. Die Bilder erscheinen erst allmählich aus den kompliziert gebauten Sätzen, in deren Windungen sich der Neuling leicht einmal verlieren kann. Das Buch ist bei Hanser, Martin Mosebachs Stammverlag, erschienen und ehrt den Preisträger schon in seiner Aufmachung. Das Panoramafoto am Umschlag verdeutlicht nicht nur den Inhalt, sondern auch Mosebachs verzierten Stil. Das Buch selber ist in erdigem Orange gehalten, nur Autor und Titel leuchten einem in Rot und Silber entgegen; wer denkt da nicht sofort an die Inderinnen in ihren Saris? Dieses Buch bringt edlen Glanz in Ihre Reisebibliothek. *bn* Bettina Huber</marc:subfield>
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