Die Zimtläden
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Die Zimtläden
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| Verfasserangabe |
Bruno Schulz. Übers. von Doreen Daume
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Jahr | |
| Umfang |
229 S. : Ill.
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| ISBN10 |
3-446-23003-3
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| ISBN13 |
97834462300
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| Fußnote |
Übers. aus dem Poln.
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| Annotation |
Sammlung von meisterhaften phantastischen Erzählungen, deren Schauplatz das galizische Städtchen Drohobycz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ist. (DR) "Die Zimtläden", eine Sammlung von Erzählungen des 1942 ermordeten Autors Bruno Schulz, sind eine literaturgeschichtliche Rarität, die von ihrem Stil und ihrer Expressivität her, ihresgleichen sucht. Dies wurde auch sofort nach ihrem ersten Erscheinen 1934 von der Kritik erkannt. Ein früher Bewunderer war Joseph Roth, Autoren wie Isaac B. Singer, Coetzee oder Updike halten Schulz für ebenso bedeutend wie Kafka oder Proust. Dennoch ist sein Bekanntheitsgrad, zumindest im deutschsprachigen Raum, nicht sehr groß. Dies könnte sich mit der Neuübersetzung, die der Hanser Verlag nun vorlegt, ändern. Schauplatz der Erzählungen ist Drohobycz, das galizische Heimatstädtchen des Autors. Die Quelle seiner schöpferischen Inspiration sind die magischen Jahre der Kindheit, eine Zeit, in der die Realität mit eigenen Phantasien vermischt und gedeutet wird. Magie, Metamorphose, Mythos sind auch die Schlüsselbegriffe, mit denen man diesen eigenartig leuchtenden Erzählungen näherkommen könnte. Auf grandiose Art lässt der Autor alltägliche Situationen plötzlich ins Surreale, oft auch Groteske kippen. So erleben wir den Vater, einen jüdischen Tuchhändler, als zunehmend an Familie und Geschäft desinteressierten Greis, der auf dem Dachboden Vögel züchtet, deren Eier er schließlich selbst ausbrütet, bis seine Gegenspielerin Adela, das verführerische Dienstmädchen, diesem Treiben ein resolutes Ende bereitet. Doch der Reiz der Erzählkunst von Bruno Schulz liegt nicht in den absurden Verläufen, die viele seiner Geschichten nehmen, sondern in der Art und Weise, wie er Atmosphäre im wahrsten Sinn des Wortes "verdichtet": die Intensität eines Sommertages, an dem ein Garten voll aufgeladener Energie fast explodiert, die elementare Dynamik eines gewaltigen Wintersturms. Zentrum ist nicht das Individuum, das diese Naturereignisse erlebt oder interpretiert, sondern die Metamorphosen, in der Mensch und Materie sich unaufhörlich befinden. "Die Zimtläden" sind eine außergewöhnlich faszinierende Lektüre und werden bestimmt nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben. *bn* Ingrid Kainzner
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