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      <marc:subfield code="a">Der goldene Pelikan</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Ein moderner Roman um Schuld und Vergebung. (DR) Stefan Chwin, mehrfach ausgezeichneter polnischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, selbst in Gdansk (Danzig) ansässig, schildert im vorliegenden Roman den unaufhaltsamen geistigen und gesellschaftlichen Absturz des Intellektuellen Jakub. Dieser, Professor (wahrscheinlich für Rechtsphilosophie) an der Danziger Juridischen Fakultät, hochbegabt, modebewusst und gutaussehend, weltgewandt und wohlhabend, jung verheiratet und auf seinen Status bedacht, begeht im Zuge einer langen, ermüdenden Abfolge von Zulassungsprüfungen einen entscheidenden Fehler: Er trägt mit dem Statussymbol seiner goldenen Füllfeder, die dem Roman auch den Namen gibt, eine falsche Note ein und ignoriert den Einspruch der betroffenen Kandidatin. Als er zufällig erfährt, dass die so am Zugang zum Studium Gehinderte einen Selbstmordversuch unternommen hat, gerät sein bis dato klares Weltbild ins Wanken. Kein Psychiater oder Priester kann ihm bei seinem Umgang mit der Schuld helfen und sein unaufhaltsamer sozialer Abstieg zur Obdachlosigkeit beginnt, bis ihn am Tiefpunkt das unverdiente Erbarmen einer jungen Frau vorläufig rettet. Chwin ist ein Roman gelungen, der am Beispiel des Professors Jakub die Frage nach Moral, Schuld und Vergebung, der Ungesichertheit der modernen Existenz und der Gnadenlosigkeit unserer Leistungsgesellschaft in einen globalen Zusammenhang stellt und in eine zutiefst poetische Sprache verdichtet. Ganz nebenbei liefert er auch noch ein Lehrstück über den Weg von einer gesicherten mittelständischen Existenz in die Obdachlosigkeit, ohne je den moralischen Zeigefinger zu erheben. Nicht zuletzt wegen seiner sprachlichen Finesse, die auch in der deutschen Übersetzung deutlich zum Tragen kommt, ist der vorliegende Roman allen Bibliotheken sehr zu empfehlen. *bn* Monika Roth</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Aus dem Poln. von Renate Schmidgall</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">299 S.</marc:subfield>
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