Öffentliche Bücherei der Gemeinde Oberschützen

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Zwischen zwei Scheiben Glück

Bezeichnung Wert
Titel
Zwischen zwei Scheiben Glück
Verfasserangabe
Irene Dische
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
82 S.
ISBN13
978-3-446-19080-1
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Franz Lettner; #Eine im Berlin und Ungarn der 30er und 40er Jahre angesiedelte Familiengeschichte, voller Entsetzen und voller Liebe. (DR)##"Großes Unglück liegt immer zwischen zwei Scheiben Glück", behauptet eine kluge alte Frau. "Wie dick die verschiedenen Scheiben sind, sagte sie nicht." Dieser Satz kann als Leitsatz der Erzählung gelten, die von drei Männern handelt: Dem alten Dr. Nagel, Arzt in einer ungarischen Kleinstadt, seinem Sohn Laszlo Nagel, einem geborenen Glückspilz, dessen fröhliches Leben von zumindest zwei dicken Scheiben Unglück gerahmt scheint, und schließlich Laszlos Sohn Peter. Erzählt wird in erster Linie von jener Zeit, in der alle drei noch am Leben sind: Von 1932 (dem Geburtsjahrt des jüngsten Nagels) bis zum Kriegsende, das die beiden älteren Männer nicht erleben. Erzählt wird von einer ungarischen Kleinstadt und von Berlin, wo Laszlo Ende der 30er Jahre eine Diplomatenposten bekommt, wohin er seinen Sohn im Jahr 1938 für ein paar glückliche Monate nachholt - bis zur Reichskristallnacht. - Zwei Vater-Sohn-Beziehungen stehen im Mittelpunkt des Textes, zwei Beziehungen, die unterschiedlicher nicht sein können. - Irene Dische beschreibt die Familie Nagel, in der Frauen scheinbar eine periphäre Rolle spielen, aus großer Distanz, in einem fast sachlichen Grundton. Der scheinbar kühle, sachliche Grundton, mit der Dische über Familien- und Zeitgeschichte erzählt, die voller Gefühle, voller Ängste, Schrecken, Leidenschaften und voller Liebe ist, (ver)birgt vordergründig eben diese Gefühlswelten wie auch die Kraft, die im Text steckt, eine Energie, die an manchen Stellen kurz vor der Explosion zu sein scheint, ohne je zu explodieren. Auf den letzten Seiten verschwindet diese beängstigende Kraft, macht einer Ruhe Platz, einem dermaßen versönlichen Ende, daß es fast märchenhaft anmutet. Auf jeden Fall ist der Autorin ein geglückter Text gelungen, wenn auch nicht wirklich zu verstehen ist, was ihn zu einer "Arbeit für jüngere" Leser macht, wie der Verlag anmerkt.## ---- #Quelle: Kommission für KJL; #Autor: (1992-1997); #Es geht um die Kinderjahre von Peter, die er mit seinem Vater Ende der 30er Jahre in Berlin verbringt. Von der politischen Situation bekommt Peter nichts mit. Er erfährt nicht, daß er selbst Jude ist, und als sich die Situation in Deutschland zuspitzt, wird Peter zu seinem Großvater nach Ungarn geschickt. Peters Vater wird hingerichtet und als auch der Großvater stirbt, nimmt ihn die zweite Frau seines Vaters zu sich. Die Erzählung ist in einem etwas altmodischen, sehr dichten Stil, der nur auf Fakten aber kaum auf Gefühle eingeht, geschrieben. Obwohl das Schicksal eines Kindes geschildert wird, ist sie dennoch kaum aus der Sichtweise dieses Kindes verfaßt.

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