Freiheit für alle

Bezeichnung Wert
Titel
Freiheit für alle
Untertitel
das Ende der Arbeit wie wir sie kannten
Verfasserangabe
Richard David Precht
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
538 Seiten
ISBN13
978-3-442-31551-2
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Anna Goiginger; #Fundierte Auseinandersetzung über das alte und neue Wesen der (Erwerbs-)Arbeit. (GS)#Richard David Precht hat sich über die letzten Jahre als eine gestandene Größe der öffentlichkeitswirksamen Philosophie etabliert und streut dabei seine Themenfelder sehr breit. Zuletzt widmete sich der Philosoph und Autor verstärkt der digitalen Revolution und deren anthropologischen Auswirkungen. Als fixer Bestandteil dieses Prozesses muss ein Nachdenken über die Gestalt der Arbeit einsetzen, weshalb Precht seine Ideen diesbezüglich im jetzt erschienenen Buch bündelt und ausführlich darlegt.#Grundsätzlich werde es Arbeit in der bekannten Form zukünftig nicht mehr geben und Bürger*innen müssen vielmehr mittels eines über Mikrosteuern finanzierten bedingungslosen Grundeinkommens monetär versorgt werden. Der Aufbau des Buches orientiert sich dabei an den ökonomischen, historischen und gesellschaftlichen Fragen hinsichtlich der Arbeit, die ihren Charakter als Erwerbsarbeit zunehmend ablegen wird. Laut Autor wird sich die Gesellschaft in eine Sinngesellschaft transformieren, in der Arbeit ihre Rolle als maßgebende Versorgungsgröße verliert. Dass die Politik dies bislang ignoriert, sei fahrlässig, denn es rollen enorme Gestaltungsaufgaben auf sie zu, die es anzugehen gilt. Dem homo laborans wird immer mehr der Boden unter den Füßen weggezogen, denn technischer Fortschritt ersetze bereits jetzt menschliche Tätigkeitsfelder es droht ein Sinnverlust, auf den wir gesellschaftlich vorbereitet sein sollten. Precht erkennt diesen Umstand und legt anhand dieses Sachbuches einen Leitfaden vor, wie wir mit neuen Herausforderungen umgehen könnten. Sowohl die Finanzierbarkeit als auch die anthropologischen Effekte stellt der Autor argumentativ gut unterfüttert dar, sodass es sich lohnt, die beinahe 500 Seiten genauestens zu studieren. Der klare Aufbau und lebenspraktische Beispiele erleichtern den Lesefluss auch für ein Lesepublikum ohne Vorwissen.