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      <marc:subfield code="a">Der islamische Faschismus</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Analyse des politischen Islam.  Der Autor gehört zu den wichtigsten islamischen Intellektuellen im deutschen Sprachraum und lehrte an mehreren Universitäten. Persönlich vollzog er den Wandel von fundamentalistischen Einstellungen zu islamkritischen Positionen. Dabei nimmt er eine Sonderposition ein zwischen jenen, die den "wahren" Islam als Friedensreligion interpretieren, und jenen, die eine vorurteilsbeladene Diskriminierung des Islam betreiben und propagieren. Heute sind viele Morddrohungen gegen ihn gerichtet, in Deutschland steht er unter Polizeischutz. Abdel-Samads provokante These: Jede - auch jede moderate - Form des politischen Islam, der wiederum vom Islam als "reine" Religion abzugrenzen ist, hat totalitäre, letztlich faschistische Züge. Anhand der ägyptischen Muslimbruderschaft, die seinerzeit mit den Nazis zusammenarbeitete, über die Wahhabiten, Hisbollah und Hamas bis zu Osama Bin Laden bekräftigt der Autor seine These mit Zitaten und fundierten Analysen. Was diese Bewegungen eint, ist der absolute Gehorsam gegenüber Führern, der Glaube an die eigene Auserwähltheit, daran, die alleinige Wahrheit zu vertreten, und der Wille, gegen Ungläubige aller Art militant zu Felde zu ziehen. Abdel-Samad ortet bereits in der Frühzeit des Islam derartige Tendenzen, ist sich aber bewusst, dass die Gleichsetzung faschistischer Werte mit religiösen Gesellschaften vergangener Jahrhunderte ihre Schwachstellen hat. Das Buch ist leicht lesbar, verständlich geschrieben, ein wenig polemisch im Ton. Ohne Zweifel arbeitet der Autor den problematischen Aspekt des politischen Islam heraus. Die LeserInnen sollten aber nicht vergessen, dass viele Moslems einen militaristischen Jihad ablehnen, Jihad vielmehr als Ansporn zur Überwindung der eigenen egoistischen Verhaltensweisen verstehen.</marc:subfield>
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