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      <marc:subfield code="a">Reisen an die Grenzen der Menschheit</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Dem Journalisten und Schriftsteller Robert Kaplan verdanken wir beeindruckende und mahnende Reportagen aus der Dritten Welt, die nicht einer tagesaktuellen, dem Augenblick verhafteten Berichterstattung verpflichtet sind. Die Elfenbeinküste in Westafrika nimmt der Autor zum Ausgangspunkt einer Reise, die ihn u.a. ins Niltal, in den Iran, nach Pakistan und in hinterindische Staaten führt. Der Leser begibt sich mit auf die Reise, ob im überfüllten Bus auf Staubstraßen, auf einem chaotischen Marktplatz, bei der Ankunft auf einem "Schrotthaufen" namens Flughafen, und doch findet man sich zuweilen auch in Diplomatenvierteln wieder. Die Suche Kaplans gilt nicht offiziellen Standpunkten, sondern "tieferen" Einsichten und Einblicken. Er zeichnet dabei nicht überraschend ein düsteres Bild der Welt voll alarmierender Anzeichen. Die Gründe für den sinkenden Lebensstandard in den meisten Ländern der Dritten Welt sieht der Reporter im Kolonialismus, im internationalen Wirtschaftssystem, in korrupten Eliten und patriarchalischen Gesellschaftsformen. Afrika ist für ihn der Inbegriff von Chaos und Anarchie. Es spielt in der Weltwirtschaft so gut wie keine Rolle mehr. 13% der Menschheit tragen nur 1,2% zum Bruttoinlandsprodukt der Welt bei. Im Gegensatz dazu leistet sich der Präsident der Elfenbeinküste in der offiziellen Hauptstadt Yamoussoukro eine gewaltige katholische Basilika um fast eine halbe Bia. Dollar. Ein anderes Beispiel: Indien. Wie wird es dort sein, wenn die Bevölkerung von derzeit 900 Mio. auf mindestens 1,25 Mia. in drei oder vier Jahrzehnten angewachsen sein wird und jetzt bereits über 270 Mio. Menschen hungern? Der Autor äußert die Vermutung, daß da wie dort die Zukunft noch trauriger sein wird als die Gegenwart.</marc:subfield>
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