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      <marc:subfield code="a">Norbert Nobody oder Das Versprechen</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Annotation: Spannender Jugendroman über eine moderne Initiation nach alten Vorbildern. Rezension: Da, wo andere Leute Haare haben, hat er gelbe flaumige Entendaunen. Im Kindergarten haben sie ihn "Küken" genannt. Ein freundlicher Spitzname im Vergleich zu denen, die er in der Schule bekommt. Da wird aus Robert Nobel z.B. ein Norbert No-Brain. Erst nach einigen Seiten outet sich der Ich-Erzähler als eben dieser Norbert Nobody.  Die britische Autorin Nicky Singer hat sich für ihren ersten, ebenso phantasievollen und tiefgängigen wie unterhaltsamen und spannenden Jugendroman einen Anti-Helden ausgewählt, wie er nicht bemitleidenswerter sein könnte, aber sie schafft Distanz. Ohne diese Distanz wäre ihre Geschichte eines hässlichen Entleins, dem auch noch der Vater abhanden gekommen ist, eine rührselige Angelegenheit. Statt des Vaters findet Robert unfreiwillig eine Art Oma. Edith Sorrel ist eine Bewohnerin des Altenheims, mit dem Roberts Schule ein Projekt macht, das fast den Status einer Initiation hat. Die Alten sollen den Jungen etwas von ihrer Weisheit mit auf den Lebensweg geben. Edith wählt sich gezielt Robert als Partner aus, weil er sie an ihren Sohn erinnert, der im Alter von zwölf Jahren gestorben ist. Wie und wo muss Robert erst noch herausfinden, und bei der Erforschung des leerstehenden "Chance House", in das Edith ihn schickt, fürchtet er sich sehr. So wie Robert in Ängsten und Minderwertigkeitskomplexen, so steckt Edith in den Schuldvorwürfen fest, die sie sich und ihrem Mann wegen des Todes ihres Sohns macht. Einander werden der Junge und die Alte zu Befreiern von den Geistern, die sie an einem glücklichen Leben hindern. Wobei es für Edith bereits mehr um ein glückliches Sterben geht. Vehikel für den beiderseitigen Wandel ist das Märchen vom Feuervogel, das Nicky Singer leitmotivisch einflicht. Robert näht die Federn, die er im "Chance House" gefunden hat, zu einem Feuervogelmantel für Edith zusammen. Das ist äußerst schwierig, doch Robert schafft es. Aus dem hässlichen Entlein wird zwar kein stolzer Schwan, aber doch ein flugfähiger Vogel, der auch mit beiden Beinen auf der Erde bleiben kann, wenn es sein muss.  *ag* Christina Rademacher</marc:subfield>
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