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      <marc:subfield code="a">Erzählende Literatur: Gegenwartsliteratur ab 1945</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Das Lichtenstein / Marlene Averbeck</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Angaben aus der Verlagsmeldung &#xD;
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  Das Lichtenstein : Modehaus der Träume, Roman Averbeck,Lichtenstein / von Marlene Averbeck &#xD;
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Wo Träume zu Hause sind&#xD;
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1913 im Herzen Berlins: Hier lässt Das Lichtenstein kaum einen Wunsch offen und bietet seinen Kunden ein breites Sortiment  vor allem aber Damenkleidung mit besonderem Chic. Das Warenhaus ist ein vielfältiger Mikrokosmos, in dem unterschiedlichste Menschen und Schicksale aufeinandertreffen. Das Ladenmädchen Hedi taucht fasziniert in die Welt der Mode ein, während die Näherin Thea nur Augen für Ludwig hat. Er, der jüngere Sohn des Hauses, will mit aller Macht den Status Quo wahren. Sein Bruder Jacob wiederum hat ehrgeizige Pläne für die Zukunft des Lichtenstein. Gegen alle Widerstände beginnt er, seine Ideen umzusetzen. Doch dann geht das Haus in Flammen auf  und damit die Existenz der Angestellten wie auch der Inhaber.&#xD;
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Die wichtigsten Personen aus "Das Lichtenstein: Modehaus der Träume"&#xD;
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Hedi Markwardt fängt im Lichtenstein als Ladenmädchen an. Sie ist klug, hübsch und hat ein fotografisches Gedächtnis – schnell bekommt sie reizvolle und herausfordernde Aufgaben anvertraut. Nur ihre Mutter teilt diese Begeisterung nicht, sie hat andere Vorstellungen für das Leben der Tochter.&#xD;
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Näherin Thea Stübner, aufgewachsen in einem Weddinger Hinterhof, ist schnell zu verunsichern. Sie weiß, dass ihre Arbeitsbedingungen weit besser sind als die vieler Näherinnen in Heimarbeit. Ihr Traum ist es, eine Familie zu gründen und ein finanziell sorgenfreies Leben zu führen.&#xD;
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Schauspielerin Ella Winkler ist der Karriere wegen von Wien nach Berlin gekommen. Da ihr jetziges Engagement schlecht bezahlt ist, hat sie noch eine Putzstelle bei den Markwardts. Doch Ella, unerschütterliche Optimistin, glaubt fest daran, eines Tages berühmt zu werden, ein Star, weit über Preußens Grenzen hinaus bekannt.&#xD;
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Jacob Lichtenstein verantwortet den Personalbereich im Warenhaus und hat doch das große Ganze im Blick: Der zurückhaltende, zeitweise melancholische Mann will das Lichtenstein modernisieren. Er möchte Pariser Flair an die Spree holen und den »Berliner Chic« durch eine Lichtenstein’sche Handschrift bereichern.&#xD;
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Sein jüngerer Bruder Ludwig Lichtenstein ist leitender Konfektionär der Entwurfsabteilung und des Ateliers. Er ist ein Machtmensch, herrisch, aber auch geschmeidig, wenn es darum geht, sein berufliches Fortkommen zu sichern.&#xD;
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Interviewfragen an Marlene Averbeck&#xD;
1. Dass Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Modestadt schlechthin war, ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Sie haben die Modemetropole Berlin wiederentdeckt. Wie kam das?&#xD;
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Das war eine zufällige Entdeckung. Ich war unterwegs und habe am Hausvogteiplatz die Gedenktafeln gesehen, die auf die Historie des Ortes verweisen. Dass Berlin und Mode irgendwann stärker miteinander verbunden waren, als es heute der Fall ist, war mir bis dahin unbekannt und führte zu einer ausführlichen Recherche, die der Anfang der Trilogie war.&#xD;
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2. Berlin war das Zentrum der Konfektionsmode. Können Sie uns mehr darüber erzählen?&#xD;
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In Berlin entstand Konfektionsmode, vergleichbar mit Paris, der Stadt der Haute Couture. In den Anfängen war Konfektionsmode ausschließlich für wohlhabende Kundinnen und Kunden erschwinglich. Erst mit der Zeit eroberte die vorgefertigte Kleidung ein breites Publikum, wurde dann aber so erfolgreich, dass die Modelle in alle Welt exportiert wurden. Eine »Einkaufstour« nach Berlin oder Paris war für begüterte Menschen damals durchaus üblich.&#xD;
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3. Sie haben das fiktive Warenhaus LICHTENSTEIN kreiert. Gibt es dafür reale Vorbilder?&#xD;
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Es gab in Berlin zeitweilig bis zu 80 Warenhäuser, einige davon existieren heute noch. Die Konfektionsmode war ohne diese Konsumtempel nicht denkbar und umgekehrt ebenso. Insofern konnte ich mich breitflächig inspirieren lassen - durch kleine und große Warenhäuser. Einige verstanden sich mit ihrer anspruchsvollen Architektur und den artifiziellen Interieurs oder durch kulturelle Angebote wie Konzerte, Ausstellungen oder Leihbibliotheken auch als Orte der Bildung.&#xD;
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4. Im Warenhaus LICHTENSTEIN gehen zahlreiche Menschen aus und ein, Sie verfolgen die Lebenswege von vier Hauptfiguren. Warum haben Sie sich für diese vier entschieden?&#xD;
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Um in möglichst unterschiedliche Lebenswelten hineinschauen zu können. So erhalten wir einen Einblick in das Leben der wohlhabenden Inhaberfamilie, ins einfache Bürgertum, in das Leben von Menschen in den Weddinger Hinterhöfen. Auch in die Welt der Kultur wie Theater, Film und Kunst können wir eintauchen über die Figur der Schauspielerin. Das waren die damaligen „It-Girls“, die Kleidung auf den Leib geschneidert bekamen und auf der Bühne, im Film und im Privatleben präsentierten. Was heute gang und gäbe ist, nahm damals seinen Anfang.&#xD;
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5. Ihre Figuren sind bis in die Nebenfiguren hinein lebendig. Haben Sie eine Lieblingsfigur?&#xD;
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Um ehrlich zu sein: nein! Mich amüsieren beim Schreiben die zickige Frau Geheimrat, die beiden »Kommunikationsmultiplikatoren«, also die Meiersche mit der zerzausten Zwiebelfrisur oder die trinkfeste Grete ebenso wie Kiesewetter mit den Knöpfen an der Uniform, die stets abzufallen drohen. Oder die äußerlich zarte Frau Kaiser mit dem Charme eines Generals – ich mag jede und jeden von ihnen, und einige werden in den beiden folgenden Bänden stärker in Erscheinung treten.</marc:subfield>
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