Öffentliche Bibliothek der Gemeinde Kalsdorf bei Graz

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Der geborene Gärtner

Bezeichnung Wert
Titel
Der geborene Gärtner
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Brandstetter, Alois
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
159 S.
ISBN10
3-423-24456-9
ISBN13
978-3-423-24456-5
Schlagwort
Annotation
Halbfiktionaler Roman über einen mittelalterlichen Autor und "Nestbeschmutzer". (DR) "Unzufriedener Abt tadelt pflichtvergessenen Gärtner", so könnte die Kürzestfassung der Inhaltsangabe des neuen Buches von Alois Brandstetter lauten. Der Autor verlegt seine Scheltrede in die Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Abt von Ranshofen hat allen Grund, mit seinem Bruder Gärtner unzufrieden zu sein: Statt dem Unkraut zu wehren, sich um Gemüsebeete und die Zucht von Blumen, die den Ruf des Klosters verbreiten sollten, zu kümmern, hat Wernher der Gärtner einen kleinen Roman über das Raubritterwesen geschrieben, namentlich den "Meier Helmbrecht". Auch die Wahl des Sujets trägt nicht zur Freude des Abtes bei, der erbaulichere Stoffe vorzieht als die nicht nachahmenswerte Entwicklung eines verwöhnten Bauernsöhnchens zum Raubritterspießgesellen, dem ein schmähliches Ende widerfährt. Wenngleich der Abt auch viel Grund zur Schmährede hat, verteidigt er Wernher - zumindest verbal - gegen Attacken eifersüchtiger Mitbrüder und scheint auch stolz auf seinen Ruhm als Autor zu sein. Gespickt ist die Suada in Brandstetterscher Manier mit viel historischem und vor allem sprachhistorischem Wissen, was nicht nur die Gelehrtheit des Abtes, sondern wohl vor allem auch die des Autors demonstrieren soll. Vor Wiederholungen nicht gefeit, bietet der Roman doch einen Einblick in die mittelalterliche Klosterwelt und in das bäuerliche Leben. Sehr interessant ist die "nachträgliche Widmung", in der Brandstetter "das Hohelied auf den niederen Klerus formuliert", gewidmet dem "Pfarrermesnergärtnerbauer" Heinrich Steiner, der die Nazizeit in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau verbrachte. Für (sprach-) historisch interessierte LeserInnen mit Vergnügen an rhetorischer Artistik. *bn* Fritz Popp
BEMERKUNG
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Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band