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      <marc:subfield code="b">Deutscher Taschenbuch Verlag</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Ein Blick auf den Nährboden des Nationalsozialismus - ein Roman aus dem Frühwerk von Joseph Roth. (DR) Joseph Roths Zeitroman war 1923, kurz vor Hitlers Putschversuch in München, erschienen. Der Name Hitler wird im Text erwähnt: "Eine Gefahr war Hitler. War Theodor Lohse eine Gefahr?" In der Figur des Theodor Lohse skizziert Roth diejenigen, die Hitler brauchte, um mächtig zu werden. Der Leutnant findet sich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im zivilen Leben nicht mehr zurecht. Er vermisst die strenge und gerechte Ordnung der Armee. Orientierungslos schließt er sich einer nationalistischen Geheimorganisation an, in der Befehl und Gehorsam wieder Bedeutung haben. Nur mäßig begabt, aber von Ehrgeiz getrieben, ist ihm für seine Karriere jedes Mittel recht. Als sein Vorgesetzter die Bemerkung fallen lässt "Vielleicht stirbt Klitsche", wird Lohse in seiner Führerhörigkeit zum Mörder. Sein gesellschaftlicher Aufstieg schreitet indessen voran, er heiratet eine Adelige und wird Chef des Sicherheitswesens, lässt verhaften, foltern und verhören. "Er war der europäische junge Mann: national und selbstsüchtig, ohne Glauben, ohne Treue, blutdürstig und beschränkt. Er war das junge Europa." Roth beschrieb in seinem ersten Roman bereits Anfang der 20er Jahre die gesellschaftliche Situation der Nachkiegszeit, die der Nährboden für den Nationalsozialismus war: Orientierungslosigkeit, Ressentiments, Frustration, Machtwünsche. Er zeichnet ein Psychogramm der Täter und Mitläufer und es ist erschreckend, wie die Geschichte seine Analyse bestätigt hat.</marc:subfield>
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