Öffentliche Bücherei der Gemeinde Krenglbach

Kontakt und Öffnungszeiten

Tage der Finsternis

Bezeichnung Wert
Titel
Tage der Finsternis
Verfasserangabe
Rainer M. Schröder
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Würzburg
Jahr
Umfang
204 S. + CD
ISBN13
978-3-401-06204-4
Annotation
Quelle: Alliteratus (http://www.alliteratus.com/); #Im Kloster Himmerod geschehen seltsame Dinge: Ein Mönch stürzt sich von der Orgelempore in den sicheren Tod, nachdem er sich die Zunge abgeschnitten hat. Und er bleibt nicht das einzige Opfer unter den Brüdern, weitere skurrile Selbstmorde folgen. Schnell gehen die letz-ten Worte von Bruder Paulinus durch die Menge: "Der Schattenmann" ist unterwegs, der "Seelenfänger" geht in Himmerod um.#Auf Wunsch des Priors kommt ein Unbekannter - und bis zuletzt namenlos Bleibender - ins Kloster. Er soll sich dort als Mönch verkleidet unter dem Decknamen Bruder Thomasius ein Bild der Geschehnisse machen. Er ist ein Mann der Wissenschaft, glaubt zunächst für alles eine logische Erklärung bereit zu haben. Doch schon bald muss er erkennen, dass in Himme-rod eine Macht am Werk ist, die sein bisheriges Wissen übersteigt und mit Logik nicht fass-bar ist.#Die Hintergründe für die Selbstmordreihe im Kloster liegen weit in der Vergangenheit und reichen bis in die Zeit des 30-jährigen Krieges zurück, als das Kloster von Aufständischen angegriffen wurde, einige Mönche aber wie durch ein Wunder verschont wurden, während einer ihrer Gruppe für immer spurlos verschwand. Wenn Thomasius das Verschwinden dieses Novizenmeisters löst, wird er auch wissen, wer oder was Himmerod heimsucht.#"Tage der Finsternis" ist kein historischer Roman, wie man es erwartet, wenn man den Na-men Rainer M. Schröder liest. Vielmehr ist es - wie auch auf der Homepage des Autors er-wähnt - ein Mysterythriller. Der Leser erfährt die Geschehnisse durch den Unbekannten, der den Decknamen Thomasius annimmt und als Icherzähler auftritt. Zu Beginn lernt man ihn als einen rationalen Menschen kennen, der nur mit äußerstem Widerwillen die Mönchskutte ü-berstreift, um seinem Auftrag nachkommen zu können. Wer er wirklich ist und was sein Be-ruf ist, erfährt man nicht; in einem Nebensatz liest man jedoch, dass er sich eine Zeit lang mit Exorzismus beschäftigt hat, was anfangs nicht ganz zu seiner sonst so logischen, realisti-schen Betrachtungsweise der Welt passen will.#Je tiefer Thomasius in die Vergangenheit des Klosters eindringt, desto irrealer, verschre-ckender und unfassbarer werden die Geschehnisse um ihn herum. Bald ist die Angst vor dem "Schattenmann" allgegenwärtig und auch Thomasius spürt, dass er mit Logik nicht weit kommt, sondern sich stattdessen auf das Übernatürliche einlassen muss, wenn er das Kloster und die Mönche vor weiteren Gräueltaten retten möchte.#Zum Ende des Romans hin wirkte diese Wandlung jedoch ein wenig überstürzt. Ich nehme nichts vorweg, wenn ich verrate, dass in Himmerod tatsächlich der Teufel am Werk ist und die Mönche in Versuchung führt. Wer sonst sollte der "Schattenmann" und "Seelenfänger" sein? Wie Thomasius ihn letztendlich "besiegt", verrate ich nicht, fürchte jedoch, dass auch andere Leser dieses Ende ein wenig hölzern und erzwungen finden werden.#Ein weiterer Kritikpunkt - wirkliche Fans des Autors werden sich nicht daran stören oder ihn vielleicht gerade deshalb so gut finden - ist, dass viel zu viele Adjektive vorkommen. Kaum ein Substantiv darf ohne stehen, und das strengt nach einiger Zeit beim Lesen schon ein wenig an. Ansonsten ist der Roman leicht und flüssig zu lesen, lediglich die Fußnoten, die Fachbegriffe aus dem Kloster oder anderweitige Fremdworte erklären, stören. Sie gehören in wissenschaftliche Texte, nicht aber in Romane. Es ist zwar durchaus nützlich, dass diese Begriffe benutzt und erklärt werden, allerdings wäre ein Glossar am Ende passender gewe-sen.#Bis zum Ende war mir leider nicht klar, weshalb die Handlung ausgerechnet in Himmerod spielen muss, einem realen Kloster in der Eifel. Schröder erwähnt in seinem Nachwort zwar, dass er seit mehreren Jahren mehrfach im Jahr in Himmerod einkehrt und sich dort ganz seinem Schreiben widmen kann. Zudem finden sich im Prior Martinus des Romans, zumin-dest was den Namen und den unerwarteten Tod kurz vor Weihnachten angeht, Parallelen zum realen Prior Martin von Himmerod. Auch wenn - oder vielleicht auch gerade weil - Schröder eine besondere Bindung zu Himmerod und den Zisterziensern dort hat und ihm laut Nachwort die Idee für diesen Roman im Kloster kam, wundert es mich, dass er in seinem Roman gerade in hier den Teufel sein Unwesen treiben und diverse Mönche auf teils brutale Weise ein Ende finden lässt. Die Handlung hätte ohne Probleme in jedem anderen Kloster spielen können, da in diesem Fall der Großteil der Geschichte des Klosters - und zwar der ganze Teil über den Überfall im Dreißigjährigen Krieg, das "Wunder" ihrer Rettung und das damit verbundene Verschwinden des Novizenmeisters, das schließlich den Schlüssel zu allen übernatürlichen Ereignissen bildet - erfunden ist.#Es liegt eine Musik-CD bei mit 15 Minuten Gesängen der Mönche aus Himmerod; dem Sound nach ist diese CD eine Live-Aufnahme.#*Alliteratus*## ---- #Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Anita Ruckerbauer; #Unheimliche Ereignisse in einem Zisterzienserkloster erfordern den Einsatz eines Okkultismusexperten. (DR)##Seltsames geht vor hinter den Mauern von Himmerod, einem alten Zisterzienserkloster im deutschen Salmtal. Einige der Mönche werden von schrecklichen Visionen heimgesucht und einer von ihnen nimmt sich sogar das Leben. Da schließlich ruft der Prior den Ich-Erzähler zu Hilfe, der als Bruder Thomasius getarnt den unheimlichen Ereignissen auf den Grund gehen soll. Und dafür scheint er prädestiniert, hat er sich doch eingehend mit verschiedenen Formen des Okkultismus beschäftigt und so manche angebliche Teufelsbesessenheit als Scharlatanerie entlarvt. Deshalb steht der Agnostiker den Schilderungen auch sehr skeptisch gegenüber. Doch dann kommt es zu Ereignissen, die sein Weltbild gehörig ins Wanken bringen.#Schröder schreibt in seinem Nachwort, dass er seit mehr als 17 Jahren das Kloster Himmerod aufsucht, um hier in einer Art Klausur seine Romane zu schreiben. Deshalb wollte er immer schon ein Kloster zum Zentrum des Geschehens machen. Das ist ihm auch gelungen, denn das Alltagsleben in Himmerod macht den Hauptteil des Buches aus, dessen Kapitel die Namen der Stundengebete tragen. Man erfährt einiges über Gebräuche der Zisterzienser, es werden viele lateinische Ausdrücke verwendet - alle sorgfältig als Fußnote erklärt. Um dem Leser das Einfühlen in das Klosterleben stimmungsmäßig zu erleichtern, ist dem Buch eine CD mit kurzen, sehr schönen Gesängen der "Scola Gregoriana Thübingen" beigegeben.#Die Schilderung historischer Ereignisse mit detaillierten und fachlich fundierten Hintergrundinformationen war immer schon Schröders große Stärke. Das Kreieren von unheimlichen Geschichten im Stile von Poe, Hoffmann oder Stevenson gehört leider nicht dazu. Wer sich also in erster Linie einen spannenden Mysterythriller erwartet, wird enttäuscht sein. Wer mehr über das Klosterleben erfahren will, wird hier besser bedient.
Antolin Antolin Klasse: ab 9 Zum Antolin Quiz

Erhältlich in folgenden Bibliotheken

Entlehnbar Öffentliche Bücherei der Gemeinde Krenglbach Anfahrt Anfahrt