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      <marc:subfield code="c">Lee Tae-Jun. Kim Dong-Seong</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Ein ganz anderes Bilderbuch aus Korea. (ab 3) (JD)      Die Geschichte "Wann kommt Mama?" ist 1938 erstmals in einer koreanischen Zeitung erschienen. Der Autor Lee Tae-Jun (gestorben 1956) ist noch heute sowohl in Nord- als auch in Südkorea sehr beliebt. Dieses Bilderbuch hat so gar nichts zu tun mit unseren festgefahrenen europäischen Vorstellungen von einem Bilderbuch. Es ist nicht fröhlich-bunt, vielmehr vermitteln die erdigen Farben eine triste, eintönige Stimmung, so als würde ständig Nebel herrschen. Die Hauptfigur, ein kleines Kind, wirkt hilflos und verloren. Frierend vor Kälte steht es an der Straßenbahnstation und sucht seine Mutter. Niemand scheint das kleine Kind zu beachten, das verloren zwischen den Wartenden steht. Es fragt drei Straßenbahnfahrer nach der Mama, doch sie fahren alle wieder davon, ohne sich um das einsame Kind zu kümmern. Als die vierte Straßenbahn kommt, fragt das Kind nicht mehr - es steht nur noch da, friert und wartet. Beim ersten Durchlesen dachte ich, die Geschichte sei hier zu Ende - vom Text her ist sie es -, erst auf den zweiten Blick entdeckte ich in dem doppelseitigen Meer von Häusern die winzigen Gestalten - Mutter und Kind, wie sie händehaltend auf dem schmalen Weg zwischen den Häusern gehen.   Kann man Kindern ein solches Buch zumuten? Hier wird keine heile Kinderwelt präsentiert, aber das reale Leben ist ja auch nicht nur Idylle, sondern verlangt Kindern mitunter viel mehr ab. Sicher aber sollte man Kinder mit einem solchen Buch nicht allein lassen. Der Illustrator hat auf seinen Bildern die Menschen so gekleidet, wie es im Jahr 1938 in Korea üblich war. Der Text ist zweisprachig (koreanisch-deutsch) verfasst, wobei das Koreanische nicht transkribiert ist. (Im Nachwort bringt der Übersetzer einige Erläuterungen zur koreanischen Schrift.) Dieses Bilderbuch kann also auch zu einer spannenden Begegnung mit koreanischer Schrift und Kultur werden!  *bn* Gabriele Doblhammer</marc:subfield>
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